Schwache Wurfquoten und fehlender Spielfluss sorgen für Pokalaus. VET-CONCEPT Gladiators Trier unterliegen Frankfurt Skyliners im Achtfinale des Netto BBL Pokals mit 65:78.
Bester Trierer Werfer war Jordan Roland mit 15 Punkten. Nächstes Heimspiel am Mittwoch im FIBA Europe Cup gegen KK Split.
Mit Eli Brooks, Jordan Roland, Justin Simon, Moritz Krimmer und EJ Onu in der Starting Five starteten die Gladiatoren in die Partie. Thomas Klepeisz eröffnete das Spiel mit einem erfolgreichen Dreier für die Gastgeber. Die Trierer taten sich in der Anfangsphase schwer, ihre Abschlüsse zu verwerten, und blieben trotz früher Wurfversuche zunächst ohne Punkte. Nach drei Minuten ohne Korberfolg erhöhte Till Pape auf 0:5, bevor Eli Brooks mit einem Korbleger die ersten Trierer Punkte erzielte (2:5, 4. Spielminute). Auch in der Folge hatten beide Mannschaften Schwierigkeiten, ihre Würfe im Korb unterzubringen. Moritz Krimmer verkürzte mit einem Dreier auf 7:9, ehe Marten Linßen am Brett zum 9:9-Ausgleich erfolgreich war. Die Partie nahm nun etwas mehr Tempo auf, doch beide Teams blieben bei ihren Abschlüssen wenig effizient. Behnam Yakhchali brachte die Gladiatoren mit einem erfolgreichen Distanzwurf zwischenzeitlich mit 13:12 in Führung. In der Schlussphase des ersten Viertels ließen die Trierer jedoch mehrere Möglichkeiten am Brett ungenutzt, während Frankfurt die sich bietenden Chancen besser verwertete. So gingen die Moselstädter mit einem 15:22-Rückstand in die erste Viertelpause.
Auch im zweiten Viertel fanden die Gladiatoren offensiv zunächst keine guten Lösungen. Frankfurt nutzte die Schwierigkeiten der Trierer, um den Vorsprung weiter auszubauen. Die Gäste kamen nur selten zu erfolgreichen Abschlüssen und lagen zwischenzeitlich bei einer Trefferquote von lediglich 29% aus dem Feld. Mit viel Aufwand am Brett versuchten die Moselstädter, den Rückstand zu verkürzen. Nach einem gelungenen Inside-out-Spiel über Linßen traf Yakhchali erneut von außen und verkürzte auf 25:28 (16.). Auch die Frankfurter ließen nun einige gute Möglichkeiten liegen, sodass die Gladiatoren in Schlagdistanz blieben. Trotz weiterer Chancen von der Freiwurflinie gelang es Trier allerdings nicht, den Rückstand entscheidend zu reduzieren. Mit 30:34 ging es in die Halbzeitpause. Die schwachen Wurfquoten von 31% aus dem Feld und 18% von der Dreierlinie verdeutlichten die offensiven Probleme der ersten zwanzig Minuten.
Nach dem Seitenwechsel blieb die erhoffte Steigerung zunächst aus. Frankfurt verteidigte weiterhin aufmerksam und zwang die Trierer zu schwierigen Abschlüssen. Jordan Roland verkürzte auf 32:38, ehe die Gladiatoren auch defensiv wieder mehr Zugriff bekamen. Die aufmerksame Verteidigung verhinderte zunächst, dass sich die Gastgeber deutlicher absetzen konnten, und zwang Frankfurt ebenfalls zu Ballverlusten. Mit einem Dreier brachte Roland die Moselstädter auf 37:40 heran, bevor Krimmer ebenfalls von außen zum 40:40-Ausgleich traf. Die Frankfurter reagierten mit einer Auszeit. Einen nachhaltigen Umschwung konnten die Trierer daraus jedoch nicht entwickeln. Beide Mannschaften leisteten sich weiterhin Ballverluste und Fehlwürfe, sodass sich zunächst kein Team weiter absetzen konnte. In der Schlussphase des dritten Viertels nutzten die Skyliners die Lücken in der Trierer Verteidigung zunehmend besser. Ein Dreier von Isaiah Swope zum 46:55 zwang die Gladiatoren zur nächsten Auszeit. Frankfurt behielt anschließend die Kontrolle und erhöhte den Vorsprung bis zum Ende des Viertels weiter. Judah Mintz setzte mit einem Dunk den Schlusspunkt zum 48:59 vor dem Schlussabschnitt.
Auch im letzten Viertel gelang es Trier nicht, die eigene Trefferquote entscheidend zu verbessern. Die Gladiatoren erspielten sich zwar weiterhin freie Wurfmöglichkeiten, ließen diese jedoch zu häufig ungenutzt. Krimmer verkürzte mit einem Dreier auf 52:63, doch erneute Ballverluste verhinderten eine weitere Aufholjagd. Frankfurt hielt den defensiven Druck hoch und zwang die Trierer immer wieder zu schwierigen Abschlüssen. Swope erhöhte mit einem weiteren Dreier auf 52:66, während die Moselstädter weiterhin sowohl aus der Distanz als auch von der Freiwurflinie zu wenig Gefahr entwickelten. Ein erfolgreicher Dreier von Eli Brooks zum 60:70 brachte Trier noch einmal näher heran. In der Schlussphase fanden die Gladiatoren jedoch keine weiteren Mittel gegen die Frankfurter Defensive. Die Gastgeber spielten ihre Angriffe konsequent aus und ließen den Gästen kaum Möglichkeiten, den Rückstand weiter zu verkürzen. Am Ende mussten sich die VET-CONCEPT Gladiators Trier nach einer offensiv enttäuschenden Vorstellung mit 63:78 geschlagen geben und scheiden damit aus dem Netto BBL-Pokal aus.
Die Viertel: 15:22 | 15:12 | 18:25 | 17:19
Jacques Schneider (Headcoach VET-CONCEPT Gladiators): „Glückwunsch an Frankfurt, die heute die bessere Mannschaft waren und drei von vier Vierteln für sich entscheiden konnten. Wir haben es geschafft, insgesamt 72 Field-Goal-Versuche zu nehmen und 26 Freiwürfe zu bekommen. Dazu kommen 19 Offensivrebounds. Allerdings haben wir es nicht geschafft, unsere Würfe zu treffen. Das ist ganz einfache Mathematik: nur 17 Prozent Dreierquote, 45 Prozent Zweierquote und 62 Prozent Freiwurfquote. Das reicht in so einem Duell am Ende nicht, um sich hier auswärts durchzusetzen. Das ist Teil der Saison und wird für den weiteren Verlauf unserer Saison nicht ausschlaggebend sein. Wir spielen noch in zwei weiteren Wettbewerben, sind ein gutes Team, das wissen wir, und werden in den nächsten Wochen wieder selbstbewusster auftreten.“
Für Trier spielten: Austin Crowley (1 Punkt), Justin Simon (2), Behnam Yakhchali (6), Marco Hollersbacher (9), Emanuel Mpacko (DNP), Marten Linßen (7), Jordan Roland (15), Evans Rapieque (0), Moritz Krimmer (13), Maik Zirbes (2), EJ Onu (4) und Eli Brooks (13).
Beste Werfer Frankfurt Skyliners: Judah Mintz (18 Punkte), Isaiah Swope (16), Race Thompson, William Christmas und Till Pape (jeweils 8).