Überzeugender Heimsieg am MAX Nuts-Spieltag. VET-CONCEPT Gladiators Trier schlagen Pokalsieger Bamberg mit 92:79.
Bester Trierer Werfer war Jordan Roland mit 20 Punkten, der ebenfalls seinen 1.000 Bundesliga-Punkt erzielte. Nächstes Auswärtsspiel am Mittwoch im georgischen Tiflis gegen BC Batumi.
Mit Eli Brooks, Jordan Roland, Justin Simon, Moritz Krimmer und EJ Onu in der Starting Five starteten die Gladiatoren in das Heimspiel gegen die BMA365 Bamberg Baskets. EJ Onu eröffnete die Partie mit zwei erfolgreichen Freiwürfen, bevor Jordan Roland mit einem Dreier auf 5:0 stellte. Die Trierer präsentierten sich von Beginn an hellwach, verteidigten aggressiv und setzten Bamberg mit hohem Druck auf den Ball unter Druck. Ein Steal von Justin Simon, den dieser per Dunking abschloss, sorgte für das 9:2 (3.). Die Gladiatoren blieben tonangebend und zwangen die Gäste früh zu einer Auszeit, nachdem sie den Vorsprung auf 13:2 ausgebaut hatten. Mit hohem Tempo und konsequent ausgespielten Schnellangriffen bestimmte Trier das Geschehen. Auch am offensiven Brett waren die Gastgeber aufmerksam und Moritz Krimmer nutzte einen Offensivrebound für die nächsten Punkte zum 15:4 (5.). Bamberg hielt vor allem über Würfe aus der Distanz dagegen, hatte gegen die intensive Trierer Verteidigung und die gute Ballbewegung der Gladiatoren jedoch zunächst Schwierigkeiten. Beim Stand von 23:14 (8.) kontrollierte Trier weiterhin die Partie. In der Schlussphase des ersten Viertels kamen die Gäste durch zweite Chancen nach Offensivrebounds noch etwas näher heran, doch die Gladiatoren nahmen eine 26:18-Führung mit in die erste Viertelpause.
Zu Beginn des zweiten Viertels nutzten die Bamberger ihre Möglichkeiten von außen und verkürzten den Rückstand zwischenzeitlich auf 26:23 (12.). Die Trierer reagierten jedoch prompt: Jordan Roland stellte mit einem weiteren Dreier auf 29:23, ehe Terrell Harris nach guter Ballbewegung und schnellem Umschaltspiel im Fastbreak zum 31:23 abschloss. Bamberg nahm daraufhin erneut eine Auszeit. Die Gladiatoren fanden wieder zu ihrem hohen Tempo zurück und bauten den Vorsprung durch einen Freiwurf von Moritz Krimmer sowie einen Dreier von Marco Hollersbacher auf 36:23 aus (15.). Auch defensiv blieb Trier aufmerksam und zwang die Gäste immer wieder zu schwierigen Abschlüssen. Einzig die zahlreichen Offensivrebounds der Bamberger ermöglichten den Gästen zusätzliche Wurfchancen. Die Gladiatoren ließen sich davon jedoch nicht aus dem Rhythmus bringen und suchten weiterhin konsequent den schnellen Abschluss. Jordan Roland setzte mit einem erfolgreichen Dreier im Fastbreak zum 46:30 (19.) ein weiteres Ausrufezeichen. Mit einer verdienten 47:35-Führung ging es für die Gladiatoren in die Halbzeitpause.
Nach dem Seitenwechsel kamen zunächst die Gäste zu ihren ersten Punkten, ehe Marten Linßen am Brett die ersten Trierer Zähler des dritten Viertels erzielte. Bamberg blieb vor allem durch seine Präsenz am offensiven Brett gefährlich und sicherte sich wiederholt zweite Wurfchancen. Die Gladiatoren hielten dagegen und fanden zunehmend auch mit Zug zum Korb ihre Abschlüsse. Eli Brooks erhöhte per Zweier auf 53:39 (24.). In der Folge ließen die Trierer einige gute Möglichkeiten in Korbnähe liegen, während Bamberg den Rückstand durch weitere zweite Chancen auf zehn Punkte verkürzte. Austin Crowley antwortete postwendend mit einem erfolgreichen Dreier zum 56:43 (25.) und brachte sein Team wieder in Fahrt. Trier wurde wieder spielbestimmender und setzte sich auch im weiteren Verlauf immer wieder mit schnellen Angriffen und konsequenten Attacken zum Ring durch. Eli Brooks nutzte seine Qualitäten im Eins-gegen-Eins und stellte mit einer starken Penetration auf 61:48 (28.). Bamberg gelang es jedoch, die Partie durch Steals und schnelle Transition offen zu halten und kurze Schwächephasen der Gladiatoren auszunutzen. Mit einem Bamberger Korb im letzten Angriff des Viertels ging es beim Stand von 63:53 in den Schlussabschnitt.
Dort starteten die Gladiatoren mit einem erfolgreichen Abschluss zum 65:53 und hielten Bamberg zunächst auf Abstand. Terrell Harris erhöhte mit einem Mitteldistanzwurf auf 69:55 (33.). Die Gäste blieben allerdings vor allem bei den Offensivrebounds überlegen und erarbeiteten sich dadurch immer wieder zusätzliche Möglichkeiten. Austin Crowley setzte mit einem Dreier zum 74:60 (35.) ein wichtiges Zeichen und beantwortete damit eine stärkere Phase der Bamberger. Diese ließen sich jedoch nicht abschütteln und kamen durch einen erfolgreichen Abschluss samt Bonusfreiwurf von Jordan Wright auf 74:63 heran. Richard Balint verkürzte wenig später mit einem Dreier auf 79:70, woraufhin Headcoach Jacques Schneider seine Mannschaft mit einer Auszeit neu einstellte. Die Antwort der Gladiatoren folgte unmittelbar: Jordan Roland traf einen Dreier mit anschließendem Bonusfreiwurf und stellte mit dem Vier-Punkt-Spiel auf 82:70. Wenig später sorgte Justin Simon mit einem weiteren Steal und dem anschließenden Dunk zum 87:72 (38.) für die nächste lautstarke Jubelszene in der SWT Arena. In den verbleibenden Minuten spielten die Trierer die Uhr clever herunter, attackierten weiterhin konsequent den Korb und ließen Bamberg trotz aller Bemühungen nicht mehr entscheidend herankommen. Mit einer konzentrierten Schlussphase sicherten sich die Gladiatoren schließlich einen verdienten 92:79-Heimsieg gegen den amtierenden Pokalsieger, in dem Jordan Roland seinen 1.000 Bundesligapunkt erzielte.
Die Viertel: 26:18 | 21:17 | 16:18 | 29:26
Zuschauerzahl: 5.570 (ausverkauft)
Jacques Schneider (Headcoach VET-CONCEPT Gladiators): „Glückwunsch an mein Team, was sich hier heute toll durchgesetzt hat. Wir haben in der ersten Halbzeit den Ton gesetzt und uns einen guten Vorsprung erarbeitet. Wir haben über 40 Minuten dominiert und vor allem das Tempo und so das Spiel kontrolliert. In der ersten Hälfte haben wir nur 35 Punkte zugelassen und auch im dritten Viertel waren es nur 18. Im letzten Viertel hatten wir einen leichten Mangel in der Intensität aber letztlich auch dieses Viertel für uns entschieden. Dementsprechend bin ich heute sehr zufrieden mit unserer Leistung, wir hatten erneut eine sehr ausgeglichene Scoring-Verteilung mit fünf Spielern in Double-Digits. Alle hatten ihren Anteil – sicherlich auch unsere Fans, die erneut eine ganz besondere Atmosphäre geschaffen haben.“
Für Trier spielten: Austin Crowley (13 Punkte), Terrell Harris (7), Justin Simon (10), Behnam Yakhchali (DNP), Marco Hollersbacher (5), Marten Linßen (12), Jordan Roland (20), Evans Rapieque (DNP), Moritz Krimmer (12), Maik Zirbes (0), EJ Onu (6) und Eli Brooks (7).
Beste Werfer BMA365 Bamberg Baskets: Hason Ward und Richard Balint (jeweils 17 Punkte) und Jordan Wright (15).