Deutlicher Heimsieg bei Europa-Rückkehr. VET-CONCEPT Gladiators Trier schlagen BC Batumi zum FIBA Europe Cup-Auftakt mit 92:59.
Bester Trierer Werfer war Moritz Krimmer mit 18 Punkten, insgesamt sechs Gladiatoren scoren zweistellig. Nächstes Heimspiel bereits am Samstag gegen den deutschen Meister ALBA Berlin.
Im ganz weißen Europe Cup-Trikot betraten Eli Brooks, Austin Crowley, Justin Simon, Marco Hollersbacher und Marten Linßen als Trierer Starting Five das Parkett. Zur Rückkehr auf europäisches Parkett mussten die Gladiatoren weiterhin auf Clay Guillozet und Bennet Hundt verzichten und auch Jordan Roland wurde geschont. Der Beginn der Partie verlief zäh auf beiden Seiten – zwar besorgte Eli Brooks die ersten Trierer Europe Cup-Punkte per Drei-Punkte-Wurf, dieser sollte vorerst aber auch der einzige Distanztreffer der Gladiatoren bleiben. Batumi, die konsequent in Zone verteidigten und offensiv viel Wert auf Ballbesitz legten, nahmen so viel Tempo aus der Partie und zwangen die Trierer immer wieder in lange Set-Plays. Zur Mitte des ersten Abschnittes stand es 11:13 (5. Spielminute) und die gut 4.000 Fans in der SWT Arena sahen ein sehr physisches und ausgeglichenes Spiel. Erst im späteren Verlauf der ersten zehn Minuten kamen die Trierer besser in ihr Spiel und erhöhten sukzessiv das Spieltempo. Mit einer knappen Führung von 18:16 ging es dann in die Pause.
Den richtigen Start in das zweite Viertel markierte Justin Simon mit einem defensiven Steal, den er umgehend in einen spektakulären Fastbreak-Dunk umwandeln konnte. Immer mehr Tempo bauten die Gladiatoren nun auf und zwangen Batumis Defense zu fehleranfälligen Rotationen und bestraften diese konsequent. Rapieque und Yakhchali sorgten mit weiteren schnellen Punkten für die erste zweistellige Führung (33:20, 14.). Die georgischen Gäste blieben nun vor allem über Aufbauspieler Ochkhikidze im Spiel, dem es immer wieder gelang aus dem Eins-gegen-Eins für sich oder seine Mitspieler zu kreieren. Dennoch ließen die Gladiatoren nun offensiv wie defensiv keine Zweifel aufkommen, dass sie der Favorit sind und bestraften jeden Fehler Batumis umgehend. Eli Brooks brachte die Defense der Georgier im Eins-gegen-Eins immer wieder zum Kollaps und scorte nach Belieben. Mit dem nächsten erfolgreichen Dreier sorgte Moritz Krimmer dann für den 49:30-Halbzeitstand.
Nach dem Seitenwechsel eröffnete Marten Linßen mit zwei Punkten am Brett die zweite Halbzeit der Trierer Europa-Rückkehr. Nun blieben die Gladiatoren von Beginn an tonangebend und dominierten den Rebound an beiden Seiten des Feldes. Mittlerweile bestimmte man das Spieltempo, zwang Batumi immer wieder in die Transition-Defense und fand gegen ebendiese starke Lösungen. Unter dem Korb war nun Maik Zirbes nicht zu stoppen und sorgte für gleich mehrere Highlights wie Poster-Dunks und Alley-Oops. Die Gladiatoren führten zur Mitte des dritten Abschnitts bereits mit 67:38 und rotierten weiter tief in ihrer Bank. Mit schneller Ballbewegung suchte man weiterhin erfolgreich die offensiven Missmatches und kam so immer wieder zu leichten Punkten am Brett oder freien Distanzwürfen. Bis zum Ende des dritten Viertels wuchs die Führung der Moselstädter so weiter an und mit 77:43 ging es für beide Teams in die letzte Viertelpause.
Auch im letzten Viertel ließen die Hausherren keinen Zweifel mehr aufkommen, dass die Trierer Rückkehr auf europäisches Basketballparkett erfolgreich verläuft und fanden offensiv immer besseren Rhythmus. Der georgische Meister gab sich nicht auf und versuchte im Eins-gegen-Eins Lücken in die Trierer Defense zu reißen, diese stand jedoch auch trotz hoher Führung weiterhin stabil. In der 35. Spielminute zeigte die Anzeigetafel der SWT Arena ein 89:54 und die Partie war endgültig entschieden. Die Trierer fuhren das Tempo mit Blick auf das Heimspiel gegen ALBA Berlin am Samstag nun herunter und hatten nun Pech im Abschluss. So bewegte sich die Trierer Punktezahl auf dem Scoreboard bis zum Ende des Spiels kaum noch und die Gladiatoren schlagen BC Batumi letztlich mit 92:59 und fahren einen verdienten und ungefährdeten Auftaktsieg im FIBA Europe Cup ein.
Die Viertel: 18:16 | 31:14 | 28:13 | 15:16
Zuschauerzahl: 4.016
Jacques Schneider (Headcoach VET-CONCEPT Gladiators): „Es war ein tolles Spiel für uns als Gruppe. Wir haben gezeigt, dass wir mit Spielern, die sonst eher hinten in der Rotation stehen, Spiele gewinnen können und das auf beeindruckende Weise. Maik, Behnam und Evans haben heute ein sehr gutes Spiel gemacht und ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Am Samstag spielen wir gegen den deutschen Meister, da müssen wir in voller Stärke antreten, wodurch wir aufgrund der Belastungssteuerung Spieler geschont oder ihnen weniger Minuten gegeben haben. Batumi hat es heute mutig gemacht, haben hart gespielt und uns am Anfang vor Herausforderungen gestellt. Bereits im nächsten Europe-Cup-Spiel in Patras erwarten wir schon eine andere Aufgabe und gehen nicht unbedingt als Favorit in dieses Spiel“.
Für Trier spielten: Austin Crowley (14 Punkte), Justin Simon (2), Behnam Yakhchali (11), Marco Hollersbacher (10), Emanuel Mpacko (0), Marten Linßen (4), Evans Rapieque (4), Moritz Krimmer (18), Maik Zirbes (11), EJ Onu (2) und Eli Brooks (16).
Beste Werfer BC Batumi: Giorgi Ochkhikidze (19 Punkte), Larry Howell (14) und Carson Basham (12).