Heimsieg über den deutschen Meister am Luxair Spieltag. VET-CONCEPT Gladiators Trier schlagen ALBA Berlin mit 95:75.

Bester Trierer Werfer war EJ Onu mit 18 Punkten und 10 Rebounds. Nächstes Auswärtsspiel im FIBA Europe Cup am Mittwoch in Patras.

Mit Eli Brooks, Jordan Roland, Justin Simon, Moritz Krimmer und EJ Onu in der Starting Five erwischten die Trierer einen hervorragenden Start in die Partie. Nach einem gut ausgespielten Angriff fand man EJ Onu frei unter dem Korb, der per Dunk die ersten Punkte erzielte. Auch in der Folge präsentierten sich die Gladiatoren defensiv aufmerksam, sicherten sich die Rebounds und kamen offensiv schnell zu guten Abschlüssen. Eli Brooks stellte mit einem Dreier auf 8:0, ehe er wenig später auch am Korb erfolgreich war und die Trierer Führung auf 10:0 ausbaute. Erst nach knapp vier Minuten gelangen ALBA die ersten Punkte. Trier blieb im Eins-gegen-Eins erfolgreich und stellte die Berliner Defensive wiederholt vor Probleme. Marten Linßen erhöhte mit zwei verwandelten Freiwürfen auf 14:5, bevor Jack Kayil von außen für ALBA antwortete. Mit einem And-One brachte Jordan Roland die Gladiatoren auf 19:10 und auch im weiteren Verlauf fanden die Hausherren gute Lösungen gegen die Berliner Verteidigung. Während Linßen im Post erfolgreich war, kam ALBA zunehmend besser in die Partie und traf nun ebenfalls sicherer aus der Distanz. Nach einem Dreier von Behnam Yakhchali und einem weiteren erfolgreichen Distanzwurf von Austin Crowley führten die Trierer zwischenzeitlich dennoch mit 28:19. Die Berliner erhöhten anschließend den defensiven Druck auf das Trierer Aufbauspiel und hielten die Partie so weiter offen. Mit 31:24 ging es in die erste Viertelpause.

Auch im zweiten Viertel blieb das Spieltempo hoch. Beide Mannschaften suchten früh den Abschluss und schalteten nach Ballgewinnen schnell um. Trier fand im Eins-gegen-Eins weiterhin regelmäßig Lücken in der Berliner Defensive und hielt ALBA zunächst auf Abstand. Behnam Yakhchali erhöhte mit einem Dreier auf 40:33, doch Jordan Ford antwortete ebenfalls von jenseits der Dreipunktelinie und verkürzte auf 40:36. Jordan Roland hatte die passende Antwort und stellte den alten Abstand wieder her. In einer temporeichen und offensiv geprägten Partie schenkten sich beide Mannschaften weiterhin wenig. ALBA kam erneut näher heran und glich durch Ford kurz vor der Halbzeit zum 47:47 aus. Justin Simon sorgte mit einem And-One für die passende Antwort der Gladiatoren. Mit einer 50:47-Führung gingen die Moselstädter in die Kabine. Während Trier den Ball bis dahin besser laufen ließ und zur Halbzeit bei zwölf Assists stand, hatte ALBA beim Rebounding Vorteile und sicherte sich mehr zweite Chancen.

Nach dem Seitenwechsel blieb die Partie zunächst eng. Jack Kayil glich mit einem Dreier zum 52:52 aus. Die Gladiatoren ließen sich davon jedoch nicht aus dem Rhythmus bringen und fanden zunehmend über EJ Onu erfolgreiche Abschlüsse in Korbnähe. Der Trierer Big Man erzielte zehn Punkte in Folge und sorgte dafür, dass die Gastgeber ihre Führung behaupteten. Mit 60:54 setzten sich die Gladiatoren etwas ab und zwangen ALBA zur Auszeit. Kurz darauf sorgte Marco Hollersbacher mit einem krachenden Dunk für das 62:54. Die Trierer Verteidigung arbeitete weiterhin aufmerksam und ermöglichte den Gastgebern schnelle Punkte in der Transition. Justin Simon nutzte einen Steal zum nächsten Slam Dunk und erhöhte auf 67:56. Wenig später folgte der nächste Ballgewinn, den Austin Crowley ebenfalls spektakulär abschloss. Die Gladiatoren bauten ihren Vorsprung so auf 71:56 aus und zwangen Berlin erneut zu einer Auszeit. ALBA versuchte anschließend, mit mehr defensivem Druck zurück in die Partie zu finden, doch Trier behielt die Kontrolle. Mit einer 76:62-Führung gingen die Gastgeber in das Schlussviertel.

Auch im letzten Viertel knüpften die Gladiatoren an ihre starke Phase an. EJ Onu blockte zunächst einen Berliner Wurf und schloss den folgenden Angriff spektakulär per Alley-Oop zum 78:62 ab. Jordan Roland legte mit einem Dreier nach und erhöhte den Vorsprung weiter. ALBA stellte gezwungenermaßen auf eine kleinere Aufstellung um und versuchte, mit mehr defensiven Druck zurück ins Spiel zu finden. Delow antwortete von außen, doch Trier fand weiterhin die passenden Lösungen. Als Justin Bean von der Freiwurflinie auf 83:71 (34.) verkürzte, kamen die Berliner noch einmal etwas näher heran. Die Gladiatoren ließen sich davon jedoch nicht aus dem Rhythmus bringen. Moritz Krimmer traf einen Dreier aus der Ecke und erhöhte die Führung wieder. In der Schlussphase kontrollierten die Moselstädter zunehmend das Tempo und suchten weiterhin konsequent ihre Chancen. Während ALBA nun weniger erfolgreich abschloss, behielten die Gladiatoren auch in den letzten Minuten die Kontrolle über die Partie. Am Ende stand ein deutlicher und verdienter 95:75-Heimsieg gegen den Deutschen Meister.

 

Die Viertel: 31:24 | 19:23 | 26:15 | 19:13

Zuschauerzahl: 5.400 (ausverkauft)

 

Jacques Schneider (Headcoach VET-CONCEPT Gladiators): „Glückwunsch an mein Team und unsere grandiosen Fans – die Energie in der zweiten Halbzeit war unfassbar. Wir haben im dritten und vierten Viertel 15 und 13 Punkte zugelassen, also defensiv wahrscheinlich unsere beste Saisonleistung bisher. Wir haben tief rotiert, jeder hat zum Sieg beigetragen und 95 Punkte gegen den deutschen Meister zu erzielen ist eine Ansage. Wir haben den Ball gut bewegt und die richtigen Spots gefunden. Ich bin sehr stolz auf das Team und die Jungs haben es verdient, diesen Sieg heute zu genießen.“

 

Für Trier spielten: Austin Crowley (11 Punkte), Justin Simon (9), Behnam Yakhchali (12), Marco Hollersbacher (5), Emanuel Mpacko (DNP), Marten Linßen (7), Jordan Roland (11), Evans Rapieque (0), Moritz Krimmer (6), Maik Zirbes (DNP), EJ Onu (18 / 10 Rebounds) und Eli Brooks (16).

Beste Werfer ALBA Berlin: Jordan Ford (15 Punkte), Brandon Angel (14) und Joe Wieskamp (12).