Auswärtssieg zum Start in den Doppelspieltag. VET-CONCEPT Gladiators Trier schlagen Alba Berlin mit 97:92.

Bester Trierer Werfer war Jordan Roland mit 24 Punkten. Nächstes Heimspiel bereits am Sonntag gegen Bamberg.

Mit Eli Brooks, Jordan Roland, Nolan Adekunle, Urald King und Marten Linßen als Starting Five betraten die VET-CONCEPT Gladiators Trier das Parkett der Uber Arena zum Auswärtsspiel bei ALBA Berlin. Die Gastgeber starteten mit einem extrem heißen Händchen von außen in die Partie und Boogie Ellis traf gleich zwei Dreier zum 0:6-Start in die Partie. Auf Trierer Seite besorgte Jordan Roland ebenfalls mit einem getroffenen Drei-Punkte-Wurf die ersten Zähler des Spiels. Während die Gladiatoren wie gewohnt frühe Abschlüsse suchten, diese aber noch nicht hochprozentig verwandeln konnten, blieben die Albatrosse extrem treffsicher aus der Distanz. Nach vier gespielten Minuten kontrollierten die Hausherren die Partie und führten mit 9:20 was Jacques Schneider zur Auszeit zwang. Den Moselstädtern fehlte es noch an Konsequenz an beiden Enden des Feldes, sodass die Albatrosse weiter freie Würfe herausspielen konnten und ihren Vorsprung ausbauten. Erst in den letzten zwei Minuten des ersten Spielabschnitts fielen die Trierer Würfe besser und man kam offensiv besser ins Spiel. Sieben getroffene Dreier der Berliner sorgten dennoch für einen deutlichen Trierer Rückstand von 23:35 nach einem stark offensivgeprägten ersten Viertel.

Im zweiten Viertel meldete sich die Berliner Offensive dann gleich für vier Minuten gänzlich ab und verzeichnete keinen einzigen Punkt in dieser Zeit. Defensiv behielten die Gladiatoren ihre Gegenspieler nun vor sich, rotierten gut und sicherten sich die abfallenden Rebounds. Offensiv erhöhte man das Tempo und ließ den Ball besser laufen, was immer wieder zu freien Abschlüssen führte und den Trierer Rückstand zu verkürzen (29:35, 14. Spielminute). Auch am offensiven Brett arbeiteten die Gladiatoren hart und setzten mit einigen Offensivrebounds wichtige Nadelstiche. Mit zwei getroffenen Dreiern durch Jack Kayil kam ALBA dann wieder in Fahrt und brachte die Berliner Führung erneut in den zweistelligen Bereich (32:42, 17.). Wenige Sekunden vor dem Ende der ersten Halbzeit sorgte dann Jordan Roland, der die Trierer Offensive phasenweise nahezu alleine trug, mit einem And-One dafür, dass man mit einem einstelligen Rückstand von 43:52 in die Kabine ging.

Auch nach dem Seitenwechsel startete ALBA erneut mit einem Dreier in die Partie, diesmal war es Moses Wood, der auf 43:55 stellte. Die Gladiatoren bemühten sich nun das Spieltempo hoch zu halten und kreierten sich gute Abschlüsse aus dem Pick and Roll. Zwar gab man in der Defensive zu viele Rebounds an die Berliner ab, die sich dadurch häufig zweite Chancen erarbeiteten, schaffte es aber auf der Gegenseite mit eigenen Offensivrebounds für Probleme zu sorgen. Die Partie gestaltete sich offen und ein getroffener Dreier von Jordan Roland stellte auf 56:61 zur Mitte des dritten Spielabschnitts. Weiterhin blieben die Moselstädter im Spiel, die Berliner behielten jedoch die Nase vorn und kamen jetzt im Eins gegen Eins über ihre Guards zu einfachen Punkten. Erneut war es Jordan Roland von der Dreierlinie, der den Trierer Schlusspunkt des dritten Viertels setzt und mit 68:75 ging es in die letzte Viertelpause.

In den letzten zehn Minuten präsentierten sich die Gladiatoren als die nervenstärkere Mannschaft. Während die Albatrosse nun zu wenig Tempo in die Offensive brachten und auch im Eins gegen Eins große Probleme am Brett bekamen, liefen die Trierer Schützen heiß. Allen voran Behnam Yakhchali, der mit zwei schweren Dreiern erst auf 81:81 ausglich und im nächsten Angriff für die Trierer 84:81 Führung sorgte. Weiterhin sorgte die kompakte Trierer Defensive für große Rhythmusprobleme in der ALBA-Offense und die Guards der Gladiatoren sorgten für viel Raum in der Transition. Diesmal war es Neuzugang Eli Brooks der die offensive Verantwortung übernahm und mit zwei getroffenen Dreiern aus dem Pick and Roll für die zweistellige Trierer Führung und die Vorentscheidung sorgte – 93:83 bei gut zwei Minuten Restspielzeit. Zwar gelang es den Hausherren mit fünf schnellen Punkten in den letzten Sekunden des Spiels nochmal zu verkürzen, letztlich sichern sich die VET-CONCEPT Gladiators dank einer fokussierten Teamleistung jedoch den 97:92 Erfolg bei ALBA Berlin.

Weiter geht es für die Schützlinge von Headcoach Jacques Schneider bereits am Sonntag mit dem zweiten Heimspiel der Saison gegen die BMA365 Bamberg Baskets.

Die Viertel: 23:35 | 20:17 | 25:23 | 29:17

Jacques Schneider (Headcoach VET-CONCEPT Gladiators): „Zu Spielbeginn hatten wir zu viel Respekt vor der Halle und den Berliner Spielern. Danach haben wir kontinuierlich die Intensität gesteigert und das war am Ende dann auch der Schlüssel zum Sieg. Im vierten Viertel hatten wir defensiv sehr guten Zugriff und haben uns gute Würfe herausgespielt. Meine Jungs haben sich das heute einfach verdient“.

 

Für Trier spielten: Dexter Akanno (0 Punkte), Clayton Guillozet (7), Behnam Yakhchali (9), Marco Hollersbacher (4), Marten Linßen (2), Jordan Roland (24), Urald King (16), Evans Rapieque (3), Nolan Adekunle (11), JJ Mann (DNP), Maik Zirbes (3) und Eli Brooks (18).

Beste Werfer ALBA Berlin: Rejean Ellis (21 Punkte), Martin Hermannsson (19) und Norris Agbakoko (11).