Deutliche Derbyniederlage in Bonn. VET-CONCEPT Gladiators Trier unterliegen den Telekom Baskets mit 77:102.

Bester Trierer Werfer Jordan Roland mit 17 Punkten. Letztes Hauptrundenspiel bereits am Sonntag am Etges & Dächert-Spieltag in der SWT Arena.

Mit Clayton Guillozet, Jordan Roland, Nolan Adekunle, Urald King und Marten Linßen als Starting Five begingen die Gladiatoren ihr letztes Hauptrunden-Auswärtsspiel bei den Telekom Baskets Bonn. Vor einer großartigen Kulisse, zu der rund 500 Trierer Auswärtsfans im ausverkauften Telekom Dome beitrugen, starteten beide Teams gut in die Partie. Trier ließ den Ball gut laufen und spielte die Schützen an der Dreierlinie frei, während die Bonner vor allem im Eins-gegen-Eins auf dem Weg zum Korb für Lücken in der Trierer Defensive sorgten. Kein Team setzte sich zu Beginn des Spiels ab und nach fünf gespielten Minuten stand es 10:8 für die Moselstädter. Bis zum Ende der ersten zehn Minuten blieb die Partie weiter ausgeglichen und mit 20:21 aus Trierer Sicht ging es in die erste Viertelpause.

Der Start in den zweiten Spielabschnitt bestimmten dann die Hausherren. Mit einer aggressiven Defense am Ballführer sorgten die Baskets sowohl für Live-Turnover der Gladiatoren, als auch für einen Einbruch des Spieltempos. Während die Trierer nun große Probleme hatten, gegen die kompakte Bonner Defense gute Würfe zu kreieren, spielten die Baskets hocheffizienten Offensivbasketball. Schnell forcierten die Gastgeber ihre Missmatches und fanden nun immer wieder den einfachen Weg zum Korb. Grayson Murphy vollendete mit einem Fastbreak-Dunk nach Ballgewinn einen 14:2-Lauf seiner Farben und stellte auf 22:35 (14. Spielminute). Bis zur Halbzeit gelang es den Gladiatoren wieder etwas mehr Spielkontrolle zu erlangen und selbst die Missmatches besser zu attackieren. Dennoch lief die Bonner Offensivmaschine weiter und man fand defensiv kaum Mittel gegen die physischen Big Men der Bonner, sowie die starken Eins-gegen-Eins-Qualitäten der Guards. So gelang es den Baskets ihren Vorsprung bis zur Halbzeit sogar noch weiter zu erhöhen und mit 35:56 ging es in die Halbzeitansprachen.

Nach dem Seitenwechsel zeigte sich ein ähnliches Bild wie in der ersten Halbzeit: die Bonner verteidigten sehr fokussiert und sorgten weiterhin für Probleme im Trierer Spielaufbau. Zwar attackierten nun auch die Moselstädter ihre Missmatches effizienter und hatten mehr Zugriff im Rebound, doch auch die Baskets blieben offensiv sehr effektiv und konnten nun auch kleinste Lücken in der Trierer Defensive finden und bestrafen. So blieb die Bonner Führung über das gesamte dritte Viertel deutlich und den Trierer gelang es nicht einen entscheidenden Lauf zu starten. Im Gegenteil waren es die Hausherren, die zum Ende des Viertels noch einmal das Tempo erhöhten und sich einige gute Distanzwürfe herausspielten, die den Trierer Rückstand weiter wachsen ließen. Mit 53:79 ging es dann in den letzten Spielabschnitt.

Auch in den letzten zehn Minuten gaben sich die Gladiatoren – trotz des hohen Rückstands und der zermürbenden Defensivarbeit der Bonner – nicht auf und bemühten sich das eigene Spieltempo nochmal zu erhöhen und so bessere Optionen für die eigenen Schützen zu kreieren. Auch wenn es den Trierern nun gelang ihre Schützen zu bedienen und sowohl Evans Rapieque als auch Behnam Yakhchali ihre Würfe verwandelten, ließ sich der Rückstand kaum mehr einholen. Die Bonner blieben selbst zu effizient in der Offensive und machten jede Chance auf ein mögliches Comeback der Trierer zunichte. Am Ende steht eine deutliche Auswärtsniederlage der Gladiatoren, die vor allem das zweite Viertel zu hoch verloren und sich den viertplatzierten Bonner letztlich mit 77:102 geschlagen geben müssen. Das letzte Hauptrundenspiel und damit das Finale um die Postseason-Teilnahme steigt bereits am Sonntag mit dem Etges & Dächert-Spieltag gegen den Syntainics MBC in der SWT Arena.

Die Viertel: 20:21 | 15:35 | 18:23 | 24:23.

Zuschauerzahl: 6.000 (ausverkauft) 

Jacques Schneider (Headcoach VET-CONCEPT Gladiators): Respekt an alle Trierer Fans, die heute nach Bonn gekommen sind, um uns zu unterstützen. Das war nicht das Spiel, was wir uns erhofft haben, aber der Rückhalt ist enorm und da kann ich als Head Coach nur ein großes Danke aussprechen. Rein von den Viertelergebnissen, wenn man das erste, dritte und vierte Viertel zusammenrechnet, sieht man, dass wir in den drei Vierteln zusammen nur mit fünf Punkten zurückliegen. Dementsprechend wiegt das zweite Viertel sehr schwer, indem wir vor allem in den letzten vier Minuten gefühlt 20 Punkte kassieren, uns da gerade nach Live-Ball-Turnovern in der Transition nicht sortieren und vor allem die Physis und Athletik von Bonn nicht matchen können. Auch bei den Rebounds sind wir unterlegen und mit 17 Bonner Offensiv-Rebounds geben wir dann zu viele gute zweite Chancen ab. Für uns liegt der komplette Fokus logischerweise nur auf dem kommenden Spiel am Sonntag. Wir müssen die Niederlage hier so schnell wie möglich abhaken, auch wenn sie sehr schmerzhaft ist,

Für Trier spielten: Steven Ashworth (11 Punkte), Clayton Guillozet (12), Behnam Yakhchali (6), Marco Hollersbacher (1), Marten Linßen (6), Jordan Roland (17), Urald King (8), Evans Rapieque (3), Nolan Adekunle (4), JJ Mann (0), Maik Zirbes (1) und George King (8).

Beste Werfer Telekom Baskets Bonn: Joel Aminu und Patrick Heckmann (jeweils 14 Punkte), Jalen Finch und Jeff Garrett (jeweils 13).