Niederlagen gegen die MLP Academics Heidelberg und RASTA Vechta beim Heidelberg Basketball Cup.
Gleich zwei Testspiele gegen Konkurrenten aus der easyCredit BBL absolvierten die Gladiatoren an diesem Wochenende. Samstag unterlag man Heidelberg mit 86:95 und am Sonntag Vechta mit 88:112.
Zum Abschluss der Testspielreihe der diesjährigen Preseason nahmen die VET-CONCEPT Gladiators Trier am 2. Heidelberg Basketball Cup im SNP Dome teil. Neben den Gladiatoren bestand das spannende Teilnehmerfeld aus dem französischen Top-Club JL Bourg und den beiden BBL-Konkurrenten RASTA Vechta und den MLP Academics Heidelberg.
Im ersten Spiel des Turniers traten die Gladiatoren am Samstagabend gegen die gastgebenden MLP Academics an. Mit Eli Brooks, Dexter Akanno, Nolan Adekunle, Urald King und Maik Zirbes als Erste Fünf starteten die Moselstädter in die Partie. Während die Moselstädter viel Tempo machten und sich so in der Transition immer wieder gute Würfe erspielten, setzten die Academics zu Beginn vermehrt auf die starken Eins-gegen-Eins-Qualitäten ihrer Guards. So entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel in dem beide Mannschaften die gegnerische Defense immer wieder vor Probleme stellten (9:9, 5. Spielminute). Mit fortlaufender Spielzeit nahm die Physis auf beiden Seiten zu und beide Teams kamen immer wieder über Freiwürfe zu einfachen Punkten. Die ersten zehn Minuten endeten letztlich mit einem knappen 19:20 Rückstand der Trierer. Auch im zweiten Viertel sahen die Zuschauer im SNP Dome ein temporeiches und physisches Basketballspiel, in dem sich kein Team absetzen konnte (27:27, 14.). Vor allem defensiv blieben beide Seiten hochkonzentriert und den Gladiatoren gelang es nun immer besser die Heidelberger Guards außerhalb der Zone zu halten. Offensiv fanden die Gäste mit schnellem Passspiel eine gute Balance aus Abschlüssen am Brett und frei herausgespielten Distanzwürfen. So gelang den Gladiatoren zum Ende der ersten Halbzeit ein kleiner Lauf und mit einer Führung von 39:33 ging es für beide Teams in die Kabinen.
Nach dem Seitenwechsel blieben die Gladiatoren konzentriert, ließen den Ball weiter schnell durch die eigenen Reihen laufen und trafen die daraus resultierenden Würfe. So erspielten sich die Trierer die erste zweistellige Führung des Spiels (46:36, 22.). Auf Heidelberger Seite waren es erneut ihre starken Guards, die immer wieder für Probleme in der Trierer Defense sorgen konnten. Bis zur Mitte des dritten Viertels blieben die Gladiatoren jedoch tonangebend und bestimmten mit starken Wurfquoten weiterhin das Spiel (51:41, 24.). Die Academics erhöhten nun selbst noch einmal das Tempo und den Druck auf die Trierer Aufbauspieler. Weiterhin blieben die Guards Horne und Weathers extrem gefährlich und trafen nun auch schwierigste Würfe gegen ihre Verteidiger. Zwei Minuten vor Ende des dritten Viertels war die Trierer Führung so bereits auf 59:56 geschmolzen. Zwar foulte sich Academics-Center Marcel kessen zum Ende des dritten Viertels bereits aus, dennoch gelang es den Gastgebern mit starken Abschlüssen aus dem Zwei-Punkte-Bereich mit einer 62:64 Führung in die letzte Viertelansprache zu gehen. Zu Beginn des Schlussabschnitts suchten die Gladiatoren ihre Missmatches unter dem Korb und kreierten so immer wieder freie Drei-Punkte-Würfe, die vor allem Jordan Roland immer wieder dankend versenken konnte. So blieb das Spiel ausgeglichen und entwickelte sich zu einem offenen Schlagabtausch mit ansehnlichen Offensivaktionen auf beiden Seiten. Zwei Minuten vor Schluss zeigte die Anzeigetafel eine knappe Trierer Führung von 84:83, auf welche dann ein 12:0-Lauf der Heidelberger folgte und das Spiel zu Gunsten der Gastgeber entschied. Gegen die starke Penetration und die hochprozentigen Wurfquoten der Heidelberger Guards fand man zuletzt kein Mittel mehr und muss sich letztlich mit 86:95 geschlagen geben.
Für Trier spielten: Dexter Akanno (3 Punkte), Clayton Guillozet (DNP), Behnam Yakhchali (1), Marco Hollersbacher (3), Marten Linßen (16), Jordan Roland (15), Urald King (8), Evans Rapieque (2), Nolan Adekunle (12), JJ Mann (0), Maik Zirbes (10) und Eli Brooks (16).
Am Sonntag folgte dann das Spiel um Platz Drei gegen RASTA Vechta, die sich am Vortag JL Bourg mit 64:73 geschlagen geben mussten. Gegen den BBL-Konkurrenten um den ehemaligen Gladiators-Coach Christian Held betraten Eli Brooks, Jordan Roland, Nolan Adekunle, Urald King und Marten Linßen als Starting Five das Parkett des SNP Domes. Die ersten Punkte der Partie besorgte Nolan Adekunle mit einem erfolgreichen Drei-Punkte-Wurf im ersten Trierer Angriff. Doch auch RASTA fand schnell in die Partie und setzte die Gladiatoren mit ihrer aggressiven Defense stark unter Druck. Offensiv zogen die RASTA Guards immer wieder zum Korb und rissen so Lücken in die Trierer Defense. Auf der anderen Seite kamen die Trierer kaum in die kompakt verteidigte Zone und sahen sich zu vielen Distanzwürfen gezwungen, die noch nicht hochprozentig fallen wollten. Mit zu vielen zugelassenen Offensivrebounds konnten sich die Gladiatoren nicht für ihre streckenweise starke Teamdefense belohnen, was Vechta immer wieder aus der Distanz zu bestrafen wusste – 11:24 aus Trierer Sicht zeigte das Scoreboard nach sieben Spielminuten. Mit zwei getroffenen Dreiern von JJ Mann und Evans Rapieque verkürzten die Gladiatoren ihren Rückstand zum Viertelende dann auf 20:29. Im zweiten Viertel wurden die Moselstädter dann treffsicherer aus der Distanz und schafften es auch defensiv mehr Druck auf das Team aus Vechta auszuüben. Der Ball lief nun gut durch die eigenen Reihen und vor allem im Umschaltspiel fand man nun Lücken in der sonst stabil stehenden RASTA Defense. Zur Mitte des zweiten Viertels verkürzte man so auf 34:41 (15. Spielminute). Zwar leisteten sich die Moselstädter auch weiterhin Flüchtigkeitsfehler wie Fünf-Sekunden-Pfiffe oder Fehlpässe bei Einwürfen, sicherten sich dafür aber auch immer wieder Ballgewinne durch ihre physische Defensive. Knapp zwei Minuten vor Ende der ersten Hälfte glich Jordan Roland dann per Dreier auf 45:45 aus, bis zum Halbzeitpfiff erspielte sich RASTA jedoch wieder eine knappe Führung von 49:52.
Zum Start in Halbzeit Zwei profitierte Vechta erneut von Trierer Flüchtigkeitsfehlern und ihrer Überlegenheit im Rebounding. Bereits nach zweieinhalb Minuten war der Rückstand der Gladiatoren wieder zweistellig (51:61, 22.). Im weiteren Verlauf des dritten Viertels verloren die Trierer immer mehr den defensiven Zugriff auf die Vechtaer Guards, die ihre Mitspieler immer wieder stark in Szene setzen konnten. Zwar bemühte man sich weiterhin um ein hohes Tempo und fand teilweise gute offensive Lösungen in der Transition, letztlich fand man aber kein Mittel gegen die weiterhin extrem treffsicheren Schützen und den hohen defensiven Druck von RASTA. Mit einem deutlichen 68:92 ging es dann für beide Mannschaften in die letzte Viertelpause. Auch im Schlussabschnitt blieb RASTA tonangebend und spielbestimmend und ließ die Gladiatoren nicht mehr in die Partie zurückfinden. Zu viele Ballverluste, eine klare Reboundüberlegenheit und starke Wurfquoten auf Seiten von Vechta sorgen letztlich für die deutliche 88:112-Niederlage der VET-CONCEPT Gladiators Trier, die somit eine kräftezehrende Preseason mit fünf Siegen und zwei Niederlagen beenden. Im Spiel um Platz Drei konnten sich die Gladiatoren dazu über die Rückkehr von Clayton Guillozet in den Kader freuen.
Für Trier spielten: Dexter Akanno (2 Punkte), Clayton Guillozet (7), Behnam Yakhchali (8), Marco Hollersbacher (7), Marten Linßen (7), Jordan Roland (6), Urald King (14), Evans Rapieque (9), Nolan Adekunle (7), JJ Mann (3), Maik Zirbes (6) und Eli Brooks (12).
Jacques Schneider (Headcoach VET-CONCEPT Gladiators): „Es war für uns als Mannschaft ein erkenntnisreiches Wochenende. Wir sind für uns in der BBL angekommen und haben gesehen was dort funktionieren wird und was nicht. Wir haben im Spiel gegen Heidelberg definitiv gezeigt, dass wir auf dem Level mitspielen können und mit hoher Intensität und Pace Mannschaften vor Probleme stellen werden. Die erste Halbzeit gegen Heidelberg war sehr gut, die zweite relativ ausgeglichen – da haben wir sicherlich auch etwas an Energie verloren. Im Sonntagsspiel sind wir am Anfang nicht fokussiert genug aufgetreten und ein Team wie Vechta bestraft das konsequent. Wir haben uns solide zurückgearbeitet aber man hat einen Unterschied im Intensitätslevel gesehen. Auf diesem Level schlägt sich sowas sofort in den Zahlen nieder. Für uns ging es darum die Preseason so aufzubauen, dass wir Challenges wie an diesem Wochenende erleben. Es hätte niemandem geholfen jedes Testspiel zu gewinnen und nun können wir an den vergangenen Ergebnissen wachsen. Uns wurde klar aufgezeigt wo heute unsere Schwächen waren und das lässt uns hungrig aber auch bescheiden in die bald startende Saison gehen. Ein Dank geht an unsere Fans, die sich auf den Weg nach Heidelberg gemacht haben. Es war nicht das Resultat, was man gerne sehen möchte aber wir müssen in diesen Preseason-Spielen viel ausprobieren und die Ergebnisse sind im Vergleich zur Entwicklung des Teams sekundär. Danke an alle, die uns in Heidelberg unterstützt haben.“