Heimniederlage mit der Schlusssirene. VET-CONCEPT Gladiators Trier unterliegen Science City Jena mit 94:95.
Bester Trierer Werfer war Jordan Roland mit 20 Punkten. Nächstes Auswärtsspiel am 06.12. in Ludwigsburg.
Ohne den weiterhin verletzt ausfallenden Clayton Guillozet schickte Gladiators Headcoach Jacques Schneider seine angestammte Starting Five aus Eli Brooks, Jordan Roland, Nolan Adekunle, Urald King und Marten Linßen auf das Parkett. Die Gladiatoren starteten wach und vor allem spektakulär in die Partie. Gleich die ersten drei Abschlüsse der Trierer waren krachende Dunks, zweimal war es Marten Linßen und zuletzt Urald King die den Ball durch die Räuse schmetterten. Ein Dreier von Eli Brooks stellte auf 11:7 (5. Spielminute) und sollte einen von nur zwei getroffenen Trierer Dreiern in der ersten Hälfte bleiben. Im weiteren Verlauf des ersten Viertels entwickelte sich ein ausgeglichenes Basketballspiel, in dem beide Teams ihren Erfolg im Eins-gegen-Eins suchten. Nach ansehnlichen ersten zehn Spielminuten ging es mit einer knappen Führung der Moselstädter von 26:24 in die erste Viertelpause.
Im zweiten Viertel gelang es den Gladiatoren dann mehr Tempo aufzubauen und mit mehr Druck zum Korb zu kommen. Defensiv blieben die Hausherren aggressiv und sicherten sich gleich mehrfach gute Stops, die sie in einfache Punkte verwandeln konnten. Eli Brooks erhöhte die Trierer Führung per Layup erstmalig in den zweistelligen Bereich – 37:26 (12.). Trotz einer klaren Überlegenheit in dieser Phase gelang es nicht, sich vorentscheidend abzusetzen und Jena blieb dank starker Abschlüsse ihrer starken Guards, sowie zweiten Chancen nach zahlreichen Offensivrebounds im Spiel (49:41, 17.). Durch defensive Nachlässigkeiten, die sich mehr und mehr in das Trierer Spiel schlichen kamen die Gäste dann kurz vor der Halbzeit wieder voll in die Partie zurück und mit einem knappen Vorsprung der Gastgeber von 54:52 ging es in die Kabinen.
Nach dem Seitenwechsel blieb die Trierer Wurfquote weiterhin ausbaufähig und auch beim Rebound hatte man zu wenig Zugriff auf die Thüringer, die in Kürze auf 54:60 drehten (22.). Defensiv zeigten sich jetzt zeitweise Lücken in der Trierer Defense, die Jena konsequent ausnutzte und ihrerseits erstmalig zweistellig in Führung gehen konnten (56:67, 25.). Auch in der Offensive konnten die Trierer kaum noch Tempo aufbauen und wurden oft zu Würfen spät in der Schussuhr gezwungen. Bis zum Ende des dritten Spielabschnitts blieben die Thüringer extrem effizient und profitierten weiterhin von vermeidbaren Flüchtigkeitsfehlern auf Trierer Seite. So ging es mit einem Rückstand von 66:79 aus Sicht der Gladiatoren in den Schlussabschnitt.
Auch aus der letzten Viertelpause erwischten die Gäste den besseren Start. Während die Gladiatoren weiterhin mit großem Wurfpech zu kämpfen hatten baute Science City ihre Führung weiter aus – 66:84 (31.). Erst zur Mitte des letzten Viertels zeigten die Moselstädter dann wieder ihren Basketball, wechselten häufiger das defensive System und brachen damit den Rhythmus der Jenenser. Auch Offensiv fielen nun die Würfe und dank der Ballgewinne in der Defense bekam die Partie in ihren letzten Minuten nochmals einen Temposchub. Eli Brooks verkürzte mit einem Dreier auf 79:88, ein darauffolgender Steal von Jordan Roland führte zu einem einfachen Korblegern und den nächsten Trierer Punkten, die sich eindrucksvoll zurückmeldeten. Ein getroffener Dreier von Jordan Roland ließ die Jenenser Führung weiter schmelzen und stellte auf 88:93 (38.). Bei anderthalb Minuten Restzeit gelang es Urald King sich einen Offensivrebound zu sichern, den Korbleger zum 92:93 zu treffen und die Partie auf eine Possession offen zu gestalten. Während Science City den entscheidenden Wurf verfehlte war es Nolan Adekunle, der sich nun den Offensivrebound und den Abschluss am Korb sicherte und die Trierer 5,6 Sekunden vor Schluss auf 94:93 in Führung brachte und Björn Harmsen zur nächsten Auszeit zwang. Der letzte Wurf gehörte dann Jenas Point Guard Eric Washington, der sich nur wenig Platz erdribbeln konnte aber dennoch einen extrem schweren Mitteldistanzwurf mit der Schlusssirene zum Auswärtssieg seines Teams versenkte. In einem adrenalingeladenen Basketballspiel müssen sich die VET-CONCEPT Gladiators letztlich mit 94:95 Science City Jena geschlagen geben und ihre erste Heimniederlage der easyCredit BBL-Saison 2025/26 einstecken.
Die Viertel: 26:24 | 28:28 | 12:27 | 28:16
Die Zuschauerzahl: 5.346
Jacques Schneider (Headcoach VET-CONCEPT Gladiators): „Erstmal Glückwunsch an Jena, sie waren heute das bessere Team. Wir haben es gerade im dritten Viertel nicht geschafft die defensive Intensität zu bringen, die es braucht dieses Spiel zu gewinnen. Wir haben uns mit einem tollen Comeback in die Situation gebracht gewinnen zu können aber so ist auch der Basketball, dass wir es heute mit dem letzten Wurf verloren haben. Wir hätten uns schon in der ersten Hälfte ein Polster aufbauen können, das ist uns wegen den Rebounds nicht gelungen.“
Für Trier spielten: Dexter Akanno (2 Punkte), Behnam Yakhchali (4), Marco Hollersbacher (7), Yannis Steger (DNP), Marten Linßen (15), Jordan Roland (20), Urald King (12), Evans Rapieque (0), Nolan Adekunle (6), JJ Mann (0), Maik Zirbes (9) und Eli Brooks (19).
Beste Werfer Science City Jena: Joe Wieskamp (19 Punkte), Great Osobor und Eric Washington (jeweils 18).