Zweiter Sieg im zweiten Testspiel. VET-CONCEPT Gladiators Trier schlagen Bayer Giants Leverkusen mit 100:69.
Topscorer auf Trierer Seite war Jordan Roland mit 19 Punkten. Nächster Test am 30.08. in Karlsruhe.
Ohne die weiterhin angeschlagenen Guards Behnam Yakhchali und Clayton Guillozet absolvierten die VET-CONCEPT Gladiators Trier am Mittwochabend ihren zweiten Wettkampftest der Saisonvorbereitung. Bei den Bayer Giants Leverkusen – amtierender ProB-Meister und Aufsteiger in die ProA – sicherten sich die Gladiatoren vor gut 600 Zuschauern letztlich einen 100:69 Sieg.
Mit Eli Brooks, Dexter Akanno, Nolan Adekunle, Urald King und Marten Linßen als Starting Five starteten die Moselstädter in die Partie. Die ersten Punkte des Spiels erzielte Urald King nach schönem Cut und Anspiel von Eli Brooks. Defensiv übte man viel Druck auf die Leverkusener Ballhandler aus, was die Giants zu Ballverlusten oder Würfen spät in der Shotclock zwang. Offensiv lief der Ball gewohnt schnell durch die eigenen Reihen und man fand eine erfolgreiche Balance aus freien Distanzwürfen und dem Einsatz der Big Men unter dem Korb. So erspielte man sich zur Mitte des ersten Viertels eine 15:7 Führung. Die Giants kamen immer besser ins Spiel, rissen mit vielen Pick and Rolls kleinere Lücken in die Trierer Defensive und nutzen diese konsequent aus. Die Gladiatoren leisteten sich nun auch offensiv einige Ballverluste und so glichen die Gastgeber das Spiel zum Ende des ersten Viertels aus – 24:24.
Auch im zweiten Viertel blieb das Tempo auf beiden Seiten sehr hoch und die Offensive dementsprechend fehlerbelastet. Während beide Teams defensiv weiterhin viel Druck ausübten, erzielten sowohl Trier als auch Leverkusen bis zur Mitte des zweiten Viertels jeweils nur vier Zähler und es stand 28:28 (15. Spielminute).
Den Leverkusenern gelang es weiterhin die defensiven Lücken der Trierer auszunutzen und das Spiel weiterhin ausgeglichen zu gestalten. Die Moselstädter erspielten sich zwar weiterhin freie Distanzwürfe, konnten diese jedoch nicht hochprozentig verwandeln. So blieb das Spiel weiter knapp und die Gladiatoren gingen mit einer 38:35 Führung in die Halbzeitpause.
Nach dem Seitenwechsel präsentierten sich die Trierer dann deutlich fokussierter. In der Defensive machte man es den Giants extrem schwer und zwang den ProB-Meister immer wieder zu Fehlern im Aufbauspiel. Offensiv traf man besser aus der Distanz und bestrafte die Leverkusener Ballverluste konsequent mit schnellem Umschaltspiel. Headcoach Jacques Schneider rotierte viel und so blieb das Trierer Tempo weiterhin hoch, was den Hausherren zunehmend Probleme bereitete. Dank einer hochfokussierten Defensivleistung und deutlich verbesserter Trefferquote führten die Gäste von der Mosel nach drei Vierteln mit 66:53.
Im letzten Viertel setzte sich diese Entwicklung fort und die Gladiatoren dominierten nun die Partie. Defensiv hatten die Giants weiterhin große Probleme zu guten Abschlüssen zu kommen. Offensiv blieb das Tempo der Gäste extrem hoch, der Ball lief präzise durch die eigenen Reihen und auch die Dreierquote ging weiter nach oben. Aus der Distanz sorgten vor allem Jordan Roland und Nolan Adekunle jetzt für sehr viel Gefahr und auch Maik Zirbes fand unter dem Korb immer wieder gute Abschlüsse. Letztlich sorgt eine deutliche Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte für den ungefährdeten 100:69 Sieg der Gladiatoren im zweiten Testspiel der Vorbereitung.
Für Trier spielten: Dexter Akanno (5 Punkte), Jorke Aav (3), Marco Hollersbacher (5), Yannis Steger (0), Marten Linßen (4), Jordan Roland (19), Urald King (11), Evans Rapieque (8), Nolan Adekunle (13), JJ Mann (5), Maik Zirbes (18) und Eli Brooks (9).
Jacques Schneider (Headcoach VET-CONCEPT Gladiators): „Mein Fazit fällt insgesamt gut aus. In der ersten Halbzeit hatten wir Probleme defensiven Zugriff zu bekommen. Leverkusen hat auch schwierige Würfe getroffen und wir standen uns teilweise selber etwas im Weg. Wir sind dann sehr gut aus der Halbzeitpause gekommen und die Spieler haben heute sehr viel Eigenverantwortung getroffen. Wir haben mit sehr hoher Pace gespielt und dadurch passieren verständlicherweise mehr Fehler – das würden wir in einem normalen Saisonspiel so sicherlich nicht machen. Wir haben viel ausprobiert, rotiert und jeder hat gute Situationen gehabt, sowie Situationen an denen wir arbeiten können im nächsten Spiel. Es ist der zweite Sieg im zweiten Testspiel und wir haben gegen einen ProA-Ligisten deutlich gezeigt, was in uns steckt. Dazu fehlen uns noch zwei wichtige Spieler verletzt, die ebenfalls zurückkommen werden. Die Art und Weise, wie wir bisher als Truppe auftreten ist sehr positiv und daran wollen wir weiter anknüpfen.“