Heimniederlage im Viertelfinale des BBL Pokals. VET-CONCEPT Gladiators Trier unterliegen dem FC Bayern München Basketball mit 80:96.

Bester Trierer Werfer war Eli Brooks mit 19 Punkten. Weiter geht es bereits am Mittwoch mit dem nächsten Heimspiel in der easyCredit BBL gegen Science City Jena.

Seiner gewohnten Starting Five aus Eli Brooks, Jordan Roland, Nolan Adekunle, Urald King und Marten Linßen schenkte Gladiators Headcoach Jacques Schneider auch im Pokal-Viertelfinale gegen den FC Bayern München sein Vertrauen. Die ersten Minuten der Partie gestalteten sich ausgeglichen und Trier war vor allem dank einer aggressiven Verteidigung am Ball, hohem offensivem Tempo und starken Offensivrebounds gut in der Partie. Nach fünf gespielten Minuten stand es 9:9, die physische Trierer Defense sorgte aber bereits zu diesem Zeitpunkt für eine frühe Teamfoulbelastung, die die Bayern in der Folge konsequent nutzten. Während die Gladiatoren im weiteren Verlauf der ersten zehn Minuten mit Pech im Abschluss zu kämpfen hatten, wurden die Münchner immer konsequenter in ihren Aktionen und erarbeiteten sich zur ersten Halbzeitpause einen ersten kleinen Vorsprung – 17:23.

Auch im zweiten Viertel drehten sich immer wieder selbst vermeintlich einfache Trierer Abschlüsse aus dem Ring und auch die Trefferquote von außen blieb niedrig. Der deutsche Meister ließ den Ball nun gut laufen und punktete extrem effizient am Brett. Nach nur einer Minute im zweiten Spielabschnitt war die Münchener Führung bereits zweistellig (17:27, 11. Spielminute). Angepeitscht von einer ausverkauften und lautstarken SWT Arena besserte sich die Trierer Dreierquote und Nolan Adekunle brachte sein Team von Downtown zur Mitte des zweiten Viertels wieder auf sieben Punkte heran (29:36, 15.). Bis zur Halbzeit konnten die Bayern jedoch nochmal einen Gang hochschalten und übten jetzt extrem viel Druck auf die Trierer Ballhandler aus. Danke einiger Ballgewinne und weiterhin starker Ballbewegung in der Offense zogen die Gäste bis zur Halbzeitpause weiter davon. Mit 37:51 aus Trierer Sicht ging es für beide Teams dann in die Kabinen.

Mit einem perfekt ausgeführten Spielzug und einem getroffenen Dreier von Jordan Roland begannen die Gladiatoren dann die zweite Spielhälfte doch auf der Gegenseite konnte Power Forward Mike mit einem eigenen Dreier antworten. Obwohl die Moselstädter nun nochmals das Tempo erhöhen konnten und sich gute Abschlüsse herausspielten blieb die Münchener Führung weiterhin konstant. Erst Eli Brooks brachte die Trierer mit einem starken Drive zum Korb wieder auf zehn Punkte heran (53:63, 25.). In der Folge erarbeiteten sich die Gladiatoren über die weiterhin bissige Defense und starker Arbeit beim Offensivrebound gleich mehrmals die Chance den Rückstand wieder in den einstelligen Bereich zu bringen, die starke Defense der Bayern ließ das jedoch nicht zu. So blieb die Führung der Gäste auch nach drei gespielten Vierteln bestehen und mit einer Hypothek von 14 Punkten ging es für die Gladiatoren beim Spielstand von 59:73 in die letzte Viertelpause.

Auch im Schlussabschnitt kämpften die Trierer um eine Chance die Partie nochmal offen zu gestalten. Man verließ sich nun mehr auf den Zug zum Korb und stellte die Münchener Defense hier ein ums andere Mal vor Probleme, die Offensive des deutschen Meisters fand aber auch jetzt immer die richtige Antwort. Vor allem aus der Drei-Punkte-Distanz liefen die Münchener Guards Jessup, Dinwiddie und Obst jetzt endgültig warm und versenkten selbst eng verteidigte Würfe. Die Moselstädter blieben noch einige Minuten in Schlagdistanz (69:81, 32.), konnte der tiefen Rotation der Münchener letztlich aber nichts mehr entgegensetzen und das Team von TJ Parker, der den erkrankten Gordon Herbert an der Seitenlinie der Bayern ersetzte, zog endgültig davon – 73:94 (37.).

Nach einer letzten Auszeit von Jacques Schneider verkürzten die Gladiatoren den Rückstand nochmal, mussten sich aber letztlich klar dem FC Bayern Basketball mit 80:96 geschlagen geben. Schon am Mittwoch steht nun die nächste Aufgabe für die VET-CONCEPT Gladiators an, die Mitaufsteiger Science City Jena in der SWT Arena zum nächsten wichtigen Heimspiel in der easyCredit BBL erwarten.

 

 

Die Viertel: 17:23 | 20:28 | 22:22 | 21:23

Die Zuschauerzahl: 5.400 (ausverkauft)

 

Jacques Schneider (Headcoach VET-CONCEPT Gladiators): „Der heutige Abend hat gezeigt, was wir in den letzten Jahren aufgebaut haben – eine ausverkaufte Halle mit unglaublicher Stimmung, wie sie es sonst vielleicht in keiner deutschen Basketballhalle gibt. Aber auch auf dem Feld war das heute ein gutes Spiel von uns, wir haben 80 Punkte gegen den FC Bayern München gemacht, was eine sehr solide Zahl hat. Es gibt logischerweise Bereiche wo wir hätten besser sein müssen aber im Grunde können wir stolz sein auf unsere Leistung. Die Bayern schlägt man nur, wenn sie einen schlechten Tag haben und heute hatten sie einen sehr guten Tag. Vor allem am Ende war es für uns sehr schwer ihre individuelle Klasse zu stoppen. Aus dem heutigen Spiel können wir definitiv sehr viel lernen.“

 

Für Trier spielten: Dexter Akanno (2 Punkte), Clayton Guillozet (DNP), Behnam Yakhchali (2), Marco Hollersbacher (6), Marten Linßen (6), Jordan Roland (12), Urald King (10), Evans Rapieque (0), Nolan Adekunle (12), JJ Mann (3), Maik Zirbes (8) und Eli Brooks (19).

Beste Werfer FC Bayern München Basketball: Justinian Jessup (14), Andreas Obst (13), Johannes Voigtmann, Isiaha Mike und Spencer Dinwiddie (jeweils 12).