Niederlage in München und 0:2 in der Serie. VET-CONCEPT Gladiators Trier unterliegen dem FC Bayern Basketball mit 65:92.

Bester Trierer Werfer war Kapitän Maik Zirbes mit 14 Punkten. Serie zieht nach Trier und Spiel Drei findet am Samstag in der SWT Arena statt.

Mit einer unveränderten Starting Five aus Steven Ashworth, Jordan Roland, Nolan Adekunle, Urald King und Marten Linßen begingen die VET-CONCEPT Gladiators Trier ihr zweites Playoff-Viertelfinalspiel beim FC Bayern München Basketball. Wie schon in Spiel Eins am Sonntag starteten die Römerstädter furios in die Partie und setzten den deutschen Meister massiv unter Druck. Mit schneller Ballbewegung in der Offensive spielte man freie Würfe heraus und verhinderte ebendies in der Defensive. Jordan Roland stellte aus der Halbdistanz auf 10:0 und sorgte für die erste Münchener Auszeit nach gut zwei gespielten Minuten. Nach dem Time-Out wechselte das Momentum gänzlich auf Münchener Seite und mit einem eigenen 16:0-Lauf besorgten sich die Bayern die Führung und verhinderten über dreieinhalb Minuten lang einen Trierer Korberfolg. Bis zum Ende der ersten zehn Minuten blieb der deutsche Meister tonangebend und Oscar da Silva setzte per Korbleger zum 19:26 aus Trierer Sicht den Schlusspunkt unter das erste Viertel.

Auch im zweiten Viertel drückte der FCBB dem Spiel seinen Stempel auf. Mit sehr physischer Defense, konsequentem Rebounding und einer starken Wurfquote aus der Mittel- und Ferndistanz übten die Münchener hohen Druck auf die Trierer Defensive aus und setzten sich weiter ab – bis zur Mitte des zweiten Viertels lagen die Gladiatoren bereits mit 23:42 zurück. Trotz der hohen Qualität im Bayern-Spiel fanden die Gladiatoren nun die richtigen Anpassungen in der Offensive, attackierten über Nolan Adekunle mehrmals erfolgreich den Münchener Korb und auch Maik Zirbes sorgte am Brett für Gefahr. So verkürzten die Moselstädter ihren Rückstand bis zum Halbzeitpfiff auf 33:48.

Nach dem Seitenwechsel blieb die Partie jedoch in den Händen des deutschen Euroleague-Teilnehmers. Mit noch intensiverer Defensive hielt man die Gladiatoren nun erfolgreich vom Korb fern und sicherte sich die Rebounds nach Fehlwürfen. Offensiv forcierten die Bayern das Eins-gegen-Eins und kreierten daraus immer wieder gute Abschlüsse. Auch das Pick and Roll der Münchener wurde konsequenter und ein erfolgreicher Alley-Oop von Andreas Obst auf Wenyen Gabriel stellte zur Mitte des dritten Spielabschnitts auf 40:60 aus Trierer Sicht. In der Folge übernahm erneut Kapitän Maik Zirbes die Verantwortung in der Offensive und arbeitete sich gleich mehrfach zum Korb. Dennoch blieb die Bayern-Führung nahezu unantastbar und die schnellen Trierer Würfe aus der Transition fanden ihr Ziel nicht. Den Schlusspunkt des dritten Viertels setzte Marten Linßen mit einem erfolgreichen Dreier zum 49:73.

Im Schlussviertel blieb die Münchener Dominanz bestehen und weiterhin attackierten die Bayern extrem effizient ihre Missmatches. Vor allem Point Guard Nenad Dimitrijevic übernahm nun viel Verantwortung und setzte, neben dem eigenen Scoring, gekonnt seine Mitspieler in Szene. Den Gladiatoren, denen man nun auch die hohe Belastung des eng getakteten Spielplans der letzten Wochen anmerkte, stemmten sich zwar gegen die drohende Niederlage, konnten letztlich aber nicht mehr in die Partie zurückfinden. Selbst stark herausgespielte Abschlüsse wollten nun nicht mehr den Weg in den Korb finden und so müssen sich die VET-CONCEPT Gladiators Trier dem FC Bayern München Basketball letztlich deutlich mit 65:92 geschlagen geben. Damit zieht die Viertelfinal-Playoffserie der easyCredit BBL nun in die älteste Stadt Deutschlands, wo die Gladiatoren den FCBB am Samstag (Tip-Off: 14:30 Uhr / SWT Arena) zum Klinikum Mutterhaus-Spieltag empfangen werden mit dem großen Ziel, die Serie in ein viertes Spiel zu schicken.

 

Die Viertel: 19:26 | 14:22 | 16:25 | 16:19

Zuschauerzahl: 9.847

  

Jacques Schneider (Headcoach VET-CONCEPT Gladiators): „Gratulation an die Bayern zum deutlichen Sieg. Ich bin nicht zufrieden mit der ersten Halbzeit heute, wie wir uns präsentiert haben. Wir waren in den ersten Minuten ausgezeichnet, vom Ballmovement, der Pace und der Execution her waren wir sharp. Danach hatten wir zu viel Respekt, haben zu viel nachgedacht und nicht mehr die Entscheidungen wie vorher getroffen. Auch im zweiten Viertel haben wir zu viel Respekt gezeigt und wenn man gegen so eine Spitzenmannschaft schon ab der Halbzeit einem Rückstand hinterherläuft, ist es doppelt so schwer. Am Samstag wird es ganz anders aussehen, wir spielen zuhause. Ich glaube an mein Team und weiß, dass wir physisch spielen werden, schnell und mit unseren Fans im Rücken Bayern länger unter Druck setzen werden. Ich freue mich auf die nächste Partie.“

 

Für Trier spielten: Steven Ashworth (5 Punkte), Clayton Guillozet (5), Behnam Yakhchali (0), Marco Hollersbacher (2), Marten Linßen (7), Jordan Roland (8), Urald King (13), Evans Rapieque (2), Nolan Adekunle (8), JJ Mann (0), Maik Zirbes (14) und George King (1).

Beste Werfer FC Bayern München Basketball: Nenad Dimitrijevic (16 Punkte), Wenyen Gabriel und Oscar da Silva (jeweils 14).