Deutlicher Auswärtserfolg in Tschechien. VET-CONCEPT Gladiators Trier schlagen BK Opava mit 103:80.

Bester Trierer Werfer war Austin Crowley mit 19 Punkten. Nächstes Heimspiel im FIBA Europe Cup am kommenden Mittwoch gegen Trepca.

Mit Terrell Harris, Jordan Roland, Austin Crowley, Moritz Krimmer und Marten Linßen in der Starting Five starteten die Gladiatoren in den vierten Gruppenspieltag des FIBA Europe Cup bei BK Opava. Marten Linßen erzielte nach einem Offensivrebound die ersten Trierer Punkte. Die Gäste verteidigten von Beginn an konzentriert, hielten Opava vom Korb fern und kontrollierten das Geschehen unter den Brettern. Zwar kamen die Gastgeber durch einen Dreier zu ihren ersten Punkten, doch Trier antwortete prompt: Eli Brooks traf von außen zum 7:3, ehe Jordan Roland mit dem nächsten Distanztreffer auf 10:3 erhöhte. Brooks legte zwei weitere Dreier nach und baute den Vorsprung der Gladiatoren auf 18:10 aus. Trier ließ den Ball gut laufen, fand immer wieder passende Lösungen gegen die tschechische Defensive und behauptete die Führung. Opava blieb mit Treffern aus der Distanz zwar gefährlich, fand gegen die aufmerksame Trierer Verteidigung aber nur schwer in einen kontrollierten offensiven Rhythmus. Harris erhöhte nach einem weiteren Offensivrebound auf 26:14, ehe es mit 26:17 in die erste Viertelpause ging.

Zu Beginn des zweiten Viertels benötigten die Gladiatoren etwas Zeit, um offensiv wieder in Fahrt zu kommen. Krimmer beendete die kurze Durststrecke mit einem erfolgreichen Wurf aus der Mitteldistanz zum 28:19. Anschließend setzte Trier verstärkt auf seine Vorteile in Korbnähe und kam dort wiederholt zu erfolgreichen Abschlüssen. Krimmer erhöhte am Brett auf 32:21, während Opava vor allem über seine Distanzwürfe im Spiel blieb. Auf der Gegenseite nutzten die Trierer ihre defensive Intensität zunehmend für schnelle Gegenangriffe. Justin Simon eroberte den Ball und schloss den anschließenden Fastbreak mit einem Dunk zum 38:23 ab, woraufhin Opava eine Auszeit nahm. Die Gladiatoren bestimmten weiterhin das Tempo, nahmen die körperliche Spielweise der Gastgeber gut an und bewegten den Ball geduldig durch die gegnerische Verteidigung. So fand EJ Onu nach gutem Zusammenspiel unter dem Korb die Lücke zum 44:28. Auch als die Trefferquote zwischenzeitlich etwas nachließ, blieben die Trierer aggressiv und arbeiteten konsequent ihren Gameplan ab. Brooks setzte mit einem Floater den Schlusspunkt unter eine überzeugende erste Halbzeit und stellte den Spielstand auf 48:32.

Auch nach dem Seitenwechsel knüpften die Gladiatoren nahtlos an ihre Leistung an. Mit viel Energie und hohem defensivem Druck erschwerten sie Opava den Spielaufbau und zwangen die Gastgeber immer wieder zu Ballverlusten. Offensiv lief der Ball weiterhin gut, sodass Trier die Lücken in der gegnerischen Verteidigung konsequent ausnutzen konnte. Krimmer vollendete einen Angriff mit einem And-One zum 53:32, ehe Roland wenige Minuten später mit einem Dreier auf 61:37 erhöhte. Die Gladiatoren nutzten die Ballverluste der Gastgeber wiederholt für einfache Punkte in der Transition und bauten ihren Vorsprung weiter aus. Beim Stand von 65:41 vier Minuten vor Ende des dritten Viertels kontrollierten die Moselstädter die Partie weiterhin an beiden Enden des Feldes. In der Schlussphase des Abschnitts ließ Trier einige Möglichkeiten liegen, wodurch Opava den Rückstand etwas verkürzen konnte. Yakhchali antwortete jedoch direkt von jenseits der Dreierlinie und stellte die Führung von mindestens 20 Punkten wieder her. Mit einer komfortablen 76:52-Führung ging es in das Schlussviertel.

Im letzten Spielabschnitt blieben die Gladiatoren zunächst tonangebend und bauten ihren Vorsprung weiter aus. Krimmer traf von außen zum 87:56 und unterstrich damit die Trierer Dominanz. In der Folge schlichen sich bei den Gästen allerdings einige Unkonzentriertheiten ein. Ballverluste und vergebene Würfe ermöglichten es Opava, den Rückstand zwischenzeitlich zu verkürzen. Nach einem 8:0-Lauf der Gastgeber beendete Crowley die Serie mit einem erfolgreichen Abschluss am Brett zum 91:69. Trier fand anschließend wieder bessere Lösungen im Angriff und ließ den Ball noch einmal gut durch die eigenen Reihen laufen – Hollersbacher erhöhte per Dreier auf 97:72. In der Schlussminute kamen die Gastgeber zwar nochmals näher heran, doch Crowley machte mit einem Distanztreffer zum 100:80 die Hundert voll und setzte kurz darauf mit einem weiteren erfolgreichen Abschluss auch den Schlusspunkt unter die Partie. Mit dem 103:80-Auswärtssieg sicherten sich die VET-CONCEPT Gladiators Trier einen überzeugenden Erfolg in Opava und den vierten Sieg im vierten Spiel der FIBA Europe Cup Gruppe A.

Die Viertel: 26:17 | 22:15 | 28:20 | 27:28

 

Jacques Schneider (Headcoach VET-CONCEPT Gladiators): „Glückwunsch an mein Team zum dritten Sieg in Folge. Heute haben wir das Spiel souverän dominiert und die ersten drei Viertel sehr deutlich gewonnen. Im letzten Viertel haben wir leider zu viele Punkte zugelassen und dieses mit einem Punkt verloren, was natürlich nicht unbedingt hätte sein müssen. Respekt an Opava, dass sie sich nicht aufgegeben haben und bis zum Ende gefightet haben. Es war eine tolle Atmosphäre am Feiertag in Tschechien in einer schönen Halle, in der es viel Spaß gemacht hat, zu spielen. Wir hatten tolle Gastgeber und entsprechend gute Voraussetzungen vorgefunden. Das konnten wir dann auch auf das Feld übertragen – vor allem defensiv waren wir sehr präsent. Vor allem in der ersten Halbzeit haben wir nur 32 Punkte zugelassen, was eine tolle Grundlage für die zweite Halbzeit war. Offensiv haben wir am Ende sehr gut getroffen und vor allem möchte ich die ausgeglichene Scoring-Leistung loben: wir haben insgesamt vier Spieler, die zweistellig punkten, aber alle zwölf Spieler haben gepunktet. Wir konnten die Minuten komplett ausgeglichen gestalten und wir kehren zufrieden zurück in unser Hotel. Das freie Wochenende hat sich die Mannschaft verdient.“ 

Für Trier spielten: Austin Crowley (19 Punkte), Terrell Harris (7), Justin Simon (5), Behnam Yakhchali (11), Marco Hollersbacher (9), Marten Linßen (6), Jordan Roland (8), Evans Rapieque (2), Moritz Krimmer (12), Maik Zirbes (3), EJ Onu (7) und Eli Brooks (14).

Beste Werfer BK Opava: Elijah Tucker (22 Punkte), Radova Kouril (11) und Bo Montgomery (10).