Souveräner Auswärtssieg im BBL Pokal. VET-CONCEPT Gladiators Trier schlagen Tigers Tübingen mit 87:67 und ziehen in die zweite Runde ein.
Bester Trierer Werfer war Eli Brooks mit 17 Punkten. Am Sonntag folgt dann der easyCredit BBL-Auftakt gegen die Rostock Seawolves.
Mit der ersten Pokalrunde bei den Tigers Tübingen starteten die VET-CONCEPT Gladiators Trier am Dienstag Abend in ihre Pflichtspielsaison. Als Starting Five wurden Eli Brooks, Jordan Roland, Dexter Akanno, Urald King und Marten Linßen von Cheftrainer auf das Parkett geschickt, auf Tübinger Seite starteten Bayram, Sanders, Tention, Pelote und Milner. Nur wenige Sekunden nach Tip-Off traf Jordan Roland seinen ersten Drei-Punkte-Wurf und läutete damit eine starke Trierer Startphase ein. Mit kompakter Defense zwang man die Tigers zu schweren Würfen, sammelte die abfallenden Rebounds ein und war mit schnellen Abschlüssen im Umschaltspiel sowohl aus der Distanz, als auch am Brett erfolgreich. Bereits nach vier Minuten erspielten sich die Moselstädter so eine zweistellige Führung von 14:3. Die Gastgeber kamen nun besser in die Partie und fanden jetzt hin und wieder Lücken in der Trierer Defense und nutzten diese für einfache Punkte. Mit guter Ballbewegung und so herausgespielten Missmatches hielten die Gladiatoren offensiv dagegen und hielten ihre Führung aufrecht – 19:11 (7. Spielminute). Angeführt von ihrem stark aufspielenden Guard JaCobi Wood, den die Trierer in dieser Phase nicht kontrollieren konnten, kamen die Hausherren in den letzten Minuten des Viertels dann vollends in der Partie an und erarbeiteten sich einen eigenen Lauf zum 19:17. Den Gladiatoren gelang es bis zum Viertelende nochmal mehr Zugriff auf die Tübinger Schützen zu erhalten und offensiv freie Würfe herauszuspielen, die unter anderem Behnam Yakhchali verwandelte und auf 25:19 zum Ende des ersten Viertels stellte.
Im zweiten Viertel blieb das Spiel ausgeglichen und das Team von Henrik Sonko sicherte sich mit zwei früh getroffenen Dreiern erneut die Führung (25:26, 11. Spielminute). Auf Trierer Seite war es nun Jordan Roland, der immer wieder die passende Antwort fand und der Tübinger Defense reichlich Kopfschmerzen bereitete. Die Gladiatoren erhöhten die defensive Intensität noch einmal deutlich und gingen mit viel Tempo zum Rebound. So sicherte man sich in gleich vier aufeinanderfolgenden Angriffen Offensivrebounds, die jeweils zu einfachen Punkten am Brett führten und die Moselstädter wieder mit 37:30 in Führung brachten (15.). Auch nach einer Tübinger Auszeit behielten die Gäste die Oberhand und setzten die Tigers unter dem Korb weiter stark unter Druck. So stieg die Führung der Gladiators wieder an und mit 48:35 ging es für beide Teams in die Halbzeit.
Nach dem Seitenwechsel blieb die Partie temporeich und beide Mannschaften suchten frühe Abschlüsse in der Transition. Dank verbesserter Defensive, die vor allem JaCobi Wood nun deutlich erfolgreich aus dem Spiel nahm und einer deutlichen Reboundüberlegenheit blieben die Gladiatoren weiterhin tonangebend und hielten die zweistellige Führung aufrecht (58:45, 25.). Zwar zwangen die Trierer die Tigers immer wieder zu langen Angriffen und Würfen spät in der Shotclock, diese streuten jetzt jedoch auch schwere Würfe ein und kämpften sich langsam wieder heran. Den Gladiatoren unterliefen vermeidbare Turnover im Aufbauspiel, die die Tübinger in der Transition bestrafen und die Partie so nochmal spannend gestalten konnten (62:58). In den letzten Possessions des dritten Viertels übernahm Eli Brooks die Verantwortung und sorgte sowohl mit starker Defense, als auch mit seinem Zug zum Korb für Gefahr. Mit einem getroffenen Korbleger mit der Schlusssirene stellte Brooks auf 67:58.
Auch zu Beginn des letzten Viertels gelang es den Schützlingen von Jacques Schneider nicht sich gegen die couragiert auftretenden Tigers entscheidend abzusetzen. Die Partie verlor an Tempo und beide Teams wurden zu schweren Würfen gezwungen. Erst zur Mitte des vierten Spielabschnitts läutete Urald King mit einem erfolgreichen And-One zum 72:62 erneut eine starke Phase der Gladiatoren ein, die letztlich den Auswärtssieg sichern sollte. Während die Tübinger nun offensiv große Probleme hatten freie Würfe zu kreieren, fanden die Trierer ihre Schützen in guten Positionen und erhöhten so weiter ihren Vorsprung. Mit zwei getroffenen Dreiern sorgte Behnam Yakhchali zweieinhalb Minuten für die Vorentscheidung (82:65). Am Ende sichern sich die VET-CONCEPT Gladiators Trier – unter anderem dank einer klaren Überlegenheit bei den Rebounds (49:31) – einen weitestgehend ungefährdeten Sieg gegen kämpferische Tigers Tübingen.
Jacques Schneider (Headcoach VET-CONCEPT Gladiators): „Abschließend kann man sagen, dass es ein sehr souveränes Spiel von uns war. Wir haben auswärts mit 20 Punkten gegen eine gut rekrutierte Mannschaft mit guten Importspielern gewonnen. Ich bin erstmal sehr stolz darauf, wie wir ins Spiel gekommen sind. Die Situation als Favorit kennen wir zwar schon, sie ist aber nicht einfach. Die Starting Five hat einen super Job gemacht und ist offensiv und defensiv sehr gut ins Spiel gestartet. Wir haben dann ein bisschen den Faden verloren und Tübingen konnte sich zurück ins Spiel kämpfen und im zweiten Viertel sogar in Führung gehen. Dann muss ich meinen Jungs wirklich ein Kompliment machen, denn wir sind in der zweiten Halbzeit cool geblieben, haben die Ruhe bewahrt und waren fokussiert. Wir haben im letzten Viertel nur neun Punkte zugelassen, die Rebounds dominiert und nur zehn Turnover, also auch sehr gut auf den Ball aufgepasst. Das ist ein Sieg auf dem man definitiv aufbauen kann für Sonntag, auch wenn es noch Kleinigkeiten gibt die wir besser machen können. Wir freuen uns riesig auf das erste Bundesligaspiel und wollen mit unseren Fans in einem echten Hexenkessel gemeinsam den ersten BBL Sieg feiern“.
Für Trier spielten: Dexter Akanno (9 Punkte), Clay Guillozet (3), Behnam Yakhchali (13), Marco Hollersbacher (0), Marten Linßen (8), Jordan Roland (15), Urald King (9 / 13 Rebounds), Evans Rapieque (0), Nolan Adekunle (5), JJ Mann (0), Maik Zirbes (8) und Eli Brooks (17).
Beste Werfer Tigers Tübingen: JaCobi Wood (22 Punkte), Bernard Pelote (16) und Miles Tention (11).
Foto: Dennis Duddek