Auswärtsniederlage nach Offensivfeuerwerk. VET-CONCEPT Gladiators Trier unterliegen RASTA Vechta mit 97:123.
Bester Trierer Werfer war Jordan Roland mit 28 Punkten. Nächstes Heimspiel am SWT Spieltag gegen den FC Bayern Basketball am 20.04.2026.
Bei RASTA Vechta konnte Gladiators Headcoach Jacques Schneider wieder auf seine volle Kaderstärke zurückgreifen und Nolan Adekunle zurück im Roster begrüßen. Als Starting Five schickte Schneider erneut Clayton Guillozet, Jordan Roland, George King, Marco Hollersbacher und Marten Linßen auf das Parkett. RASTA erwischte den deutlich besseren Start und zeigte an beiden Enden des Feldes viel Aufmerksamkeit. Defensiv nahm man den Gladiatoren das Tempo weg und offensiv sorgten präzise Penetrations immer wieder für viel Platz und große Lücken in der Trierer Defensive. So gerieten die Römerstädter schnell in Rückstand und zur Mitte des ersten Viertels zeigte die Anzeigetafel bereits ein 9:20 aus Trierer Sicht. Eine weiterhin zu langsam rotierende Defensive der Gladiatoren ließ den Vorsprung weiter wachsen und dank einer herausragenden Dreierquote führte Vechta bei drei Minuten Restspielzeit mit 12:30. Erst in den letzten Minuten des ersten Spielabschnitts stabilisierte sich die Trierer Defensive und sorgte für besser Transition und höheres Tempo. Zwei schnelle Dreier von Steven Ashworth verkürzten letztlich auf 24:34, bevor es mit 24:36 in die erste Viertelpause ging.
Im zweiten Viertel blieben die Vechtaer ihrer Linie treu und attackierten konsequent den Korb. Vor allem Alonzo Verge stellte die Trierer Defensive weiterhin vor große Probleme, doch näherten sich die zuvor brutal starken Wurfquoten von RASTA langsam ihren Normalwerten an. So gelang es den Trierern defensiv wieder besser in Tritt zu kommen und selbst Ballgewinne zu generieren und den Rebound zu kontrollieren. Dazu lief der Ball nun deutlich besser offensiv und Jordan Roland stellte mit einem starken Dreier auf 35:43 (13. Spielminute), was die Gladiatoren wieder in Schlagdistanz brachte. Weiterhin blieb der Fokus der Gäste nun hoch und man fand immer besser in den offensiven Rhythmus. Mittlerweile sahen die Zuschauer im RASTA Dome ein ausgeglichenes und munteres Basketballspiel, in dem Alonzo Verge für Vechta immer wieder spektakulär am Korb abschloss, sich die Gladiatoren aber nicht mehr abschütteln ließen und den Rückstand mit gutem Teamplay sukzessive verkürzten. Maik Zirbes fand dann mit einem starken Pass den völlig freistehenden Steven Ashworth, der für Drei traf und auf 51:51 (17.) stellte. Weiterhin zeigten die Gladiatoren jetzt ihren Basketball und Maik Zirbes und Urald King sorgten mit weiteren Punkten für die knappe Halbzeitführung der Moselstädter von 57:55.
Nach dem Seitenwechsel blieb es bei dem offensiven Schlagabtausch, den sich beide Teams schon zum Ende der ersten Hälfte geliefert hatten und die Wurfquoten blieben beidseitig enorm hoch. Während Trier weiter angeführt von Jordan Roland durch schnellen Teambasketball überzeugte und immer wieder gute Würfe herausspielte suchten die Rastaner weiter den Weg zum Korb und die daraus resultierenden Lücken in der Trierer Defense. Die Partie blieb ausgeglichen und Trier führte weiter knapp (69:66, 23.). Zur Mitte des dritten Spielabschnitts stellten sich die Gladiatoren besser auf die Penetration der Hausherren ein und machte die Zone dicht. Offensiv lief der Ball weiter gut durch die eigenen Reihen und Steven Ashworth sorgte mit einem getroffenen Fastbreak-Dreier für die 78:70-Führung der Gladiatoren (26.). Während Vechta nun die zuvor etwas gefallenen Wurfquoten wieder in die Höhe schraubte zeigten die Moselstädter Nerven und haderten mit ausbleibenden Pfiffen der Schiedsrichter und eigenem Wurfpech. Diese Phase nutzten die Gastgeber hocheffizient aus und zogen das Momentum nun voll auf ihre Seite. Mit zwei schnellen Dreiern stellte RASTA den Ausgleich bei 78:78 (28.) wieder her und übernahm nun mehr und mehr die Spielkontrolle. Nun wollte bei den Trierer nichts mehr durch die Reuse fallen und Vechta sicherte sich die Defensivrebounds, die immer wieder zu schneller Transition führten. Mit einem wilden Dreier mit der Schlusssirene erhöhte Tommy Kuhse die Führung von RASTA zum Viertelende auf 81:88.
Auch im letzten Viertel blieb RASTA jetzt sehr dominant und ließ die Gladiatoren nicht mehr in die Partie zurückfinden. Mit starker Defensive, gegen die die Trierer kein Tempo mehr aufbauen konnten und der Ball nur wenig durch die Reihen lief, gab Vechta weiterhin den Ton an. So wuchs die Führung der Hausherren immer weiter an und die eigene Offensive blieb zu harmlos, um nochmal wirklich in das Spielgeschehen eingreifen zu können – bei knapp drei Minuten Restzeit zeigte die Anzeigetafel ein 94:108. RASTA nahm jetzt viel Zeit von der Uhr und traf trotzdem hochprozentig spät in der Shotclock. Bis zum Spielende findet Trier keinen Anschluss mehr und muss sich aufgrund teilweise desolater Defense letztlich deutlich mit 97:123 geschlagen geben. Erfreulich auf Trierer Seite war derweil ein Kurzeinsatz von Nolan Adekunle, der nach überstandener Verletzung in den Kader zurückkehrte.
Die Viertel: 24:36 | 33:19 | 24:33 | 16:35
Zuschauerzahl: 3.140
Jacques Schneider (Headcoach VET-CONCEPT Gladiators): „Glückwunsch an RASTA Vechta! Hier war heute eine sehr gute Stimmung, die die Mannschaft sicherlich sehr getragen hat. Im 3. Viertel hatten wir uns einen guten Vorsprung erarbeitet und hatten auch mehr Kontrolle über das Spiel gewonnen. Aber so ist Basketball, es ist ein Spiel von Läufen. Und ich denke, heute wurde das auf die Spitze getrieben. Uns ist hinten raus zum einen der Fokus ein Stück weit verloren gegangen und zu anderen auch die Energie. Auswärts ist es sowieso immer schwerer als Zuhause. Da hätten wir in manchen Situationen besser treffen müssen. In der 2. Halbzeit hätten wir auch definitiv cleverere Entscheidungen treffen können. Aber wir lernen aus diesem Spiel und werden im nächsten dann definitiv besser auftreten.“
Für Trier spielten: Steven Ashworth (14 Punkte), Clay Guillozet (4), Behnam Yakhchali (5), Marco Hollersbacher (11), Marten Linßen (3), Jordan Roland (28), Urald King (2), Evans Rapieque (0), Nolan Adekunle (0), JJ Mann (3), Maik Zirbes (14) und George King (13).
Beste Werfer RASTA Vechta: Tevin Brown (21 Punkte), Tommy Kuhse (20), Alonzo Verge und TJ Bamba (jeweils 17).