Niederlage zum Start in den Auswärtstrip zwischen den Feiertagen. VET-CONCEPT Gladiators Trier unterliegen bei den Fitness First Würzburg Baskets mit 83:102.
Bester Trierer Werfer war Dexter Akanno mit 17 Punkten. Nächstes Auswärtsspiel bereits am 28.12. in München.
Mit Clayton Guillozet, Jordan Roland, Nolan Adekunle, Urald King und Marten Linßen als Starting Five starteten die VET-CONCEPT Gladiators Trier in das erste von drei Auswärtsspielen innerhalb von fünf Tagen bei den Fitness First Würzburg Baskets. Die ersten Punkte der Partie besorgte Urald King von der Freiwurflinie und läutete damit einen starken Trierer Start ein. Mit schneller Ballbewegung und kompakter Defensive, die vor allem viel Druck auf die Würzburger Guards ausübte, erspielten sich die Moselstädter eine frühe 11:4-Führung nach vier gespielten Minuten. Der Würzburger Mintz brachte seine Farben dann mit zwei schnellen Dreiern am Stück wieder ins Spiel und bis zum Ende des ersten Viertels entwickelte sich eine temporeiche und offensivgeprägte Partie die mit einer knappen Führung der Gäste endete – 28:27.
Den besseren Start in das zweite Viertel erwischten dann jedoch die Baskets, die innerhalb von anderthalb Minuten mit einem 0:9-Lauf davonzogen und auf 28:36 stellten. Die Trierer hatten jetzt Probleme im eigenen Abschluss und zu wenig Kontrolle auf die Würzburger Guards, die vor allem in Person von Marcus Carr immer wieder zum Korb kamen und dort extrem hochprozentig – häufig mit Foul – abschlossen. Insgesamt nahm die Physis auf beiden Seiten immer mehr zu und das Tempo ging merklich nach unten. Weiterhin attackierten die Würzburger immer wieder das Trierer Brett und bauten ihre Führung bis zur Halbzeit weiter aus. Nach einem schwachen dritten Viertel der Gladiatoren ging es mit 44:58 in die Halbzeitpause.
Nach dem Seitenwechsel stemmten sich die Trierer erneut gegen den Rückstand. Mit aufmerksamer und schnell rotierender Defense sicherte man sich gleich mehrere Ballgewinne und auch offensiv fanden die Distanzwürfe nun besser das Ziel. Ein kleinen Trierer Lauf konterten die Würzburger erneut mit Marcus Carr und zur Mitte des dritten Viertels war der Vorsprung der Hausherren wieder angewachsen – 51:65 (25. Spielminute). Auf Seiten der Gladiatoren übernahm nun Dexter Akanno die Verantwortung und fand mehrfach den Weg durch die Würzburger Defensive zum Korb. Mit einem starken And-One verkürzte der Trierer Flügelspieler kurz vor Ende des dritten Spielabschnitts auf 61:70, bevor die Gastgeber erneut die richtige Antwort in Form eines eigenen Laufs fanden und zur Halbzeit erneut deutlich in Führung lagen – 61:75.
Auch der Start in das letzte Viertel gehörte den Baskets. Weiterhin blieb das Spiel sehr physisch und vor allem defensiv war der Druck auf die Trierer Ballhandler enorm hoch. So zwangen die Würzburger die Gladiatoren immer wieder zu Ballverlusten und erhöhten selbst noch einmal das Spieltempo. Sieben Minuten vor Spielende stellte David Muenkat im Fastbreak auf 65:85 und brachte sein Team auf die Siegerstraße. Zwar gaben sich die Gladiatoren nicht auf und bemühten sich um schnelle Transition und gute Ballbewegung, letztlich blieb der Würzburger Vorsprung zu hoch, um nochmal ins Spiel zurückzufinden. In einer wilden Phase kurz vor Ende der Partie wurden gleich mehrere technische Fouls, sowie ein disqualifizierendes Foul gegen Maik Zirbes ausgesprochen, was die Rotationen auf beiden Seiten ausdünnte, den Spielverlauf aber nicht mehr entscheidend beeinflusste. Letztlich hatten die Gladiatoren defensiv zu wenig Zugriff auf den starken Würzburger Backcourt und auch offensiv blieb man heute hinter der Normalleistung zurück. Weiter geht es bereits am 28.12. mit dem nächsten Auswärtsspiel beim FC Bayern München Basketball.
Die Viertel: 27:28 | 31:16 | 17:17 | 27:22
Jacques Schneider (Headcoach VET-CONCEPT Gladiators): „Glückwunsch erst einmal an Würzburg, die heute die bessere Mannschaft waren. Sie haben von Anfang an extrem physisch und hart gespielt. Im ersten Viertel haben wir es sehr gut gemacht und dagegen gehalten. Wir haben auch offensiv mit 28 Punkten wirklich gut performt und unseren Gameplan gut umgesetzt. Irgendwann haben dann die Kräfte nachgelassen. Man sieht sicherlich, dass uns in vielen Situationen ein Point Guard und Leader fehlt. Gerade in der ersten Halbzeit hatten wir auch sehr viele Turnover. Wenn wir die vermeiden, dann sieht es zur Halbzeit vielleicht etwas anders aus. Wir sind dann vor allem defensiv sehr gut ins dritte Viertel gestartet und haben nur 17 Punkte zugelassen. Dadurch haben wir das Spiel noch einmal knapper gemacht. Wir sind auf zehn Punkte herangekommen, aber nie darunter. Das wäre sicherlich die Marke gewesen, um am Ende noch einmal eine Chance zu haben. Das Wichtigste ist, dass wir uns nicht aufgegeben haben. Vielen Dank an die Trierer Fans, die heute mitgekommen sind. Auch im letzten Viertel haben wir das Spiel trotz Rauswurf von Maik Zirbes und einer Verletzung sauber bis zum Ende durchgespielt. Jetzt schauen wir nur nach vorne, das nächste Spiel steht schon in zwei Tagen an.“
Für Trier spielten: Dexter Akanno (17 Punkte), Clayton Guillozet (13), Behnam Yakhchali (4), Marco Hollersbacher (3), Marten Linßen (7), Jordan Roland (12), Urald King (12), Evans Rapieque (0), Nolan Adekunle (6), JJ Mann (7) und Maik Zirbes (2).
Beste Werfer Fitness First Würzburg Baskets: Marcus Carr (22 Punkte), Brae Ivey (20) und David Muenkat (15).